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Erkältungsbedingte Halsschmerzen

Halskratzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit – gerade im Winter plagen sich viele Menschen mit erkältungsbedingten Halsschmerzen. Wie Betroffene akute Beschwerden mit Arznei aus der Apotheke lindern.

Halsschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern weisen als Symptom auf organische Beschwerden hin. Eine Überlastung der Stimme, Überreizung der Atemwege wie durch (Passiv)Rauchen oder Entzündungen der Schleimhäute im Halsbereich können Halsschmerzen auslösen. Je nachdem, welcher Bereich im Hals entzündet ist, unterscheiden Ärzte zwischen mehreren Entzündungen – etwa eine Stimmband- oder Kehlkopfentzündung (Laryngitis), Kehlkopfdeckelentzündung (Epiglottitis) oder Gaumenmandelentzündung (Angina tonsillaris). Eine Rachenentzündung (Pharyngitis) wird in der Regel von Erkältungsviren ausgelöst, meist von Rhino-, Adeno- oder Coronaviren. Auch Bakterien können Halsschmerzen hervorrufen. Sind diese überwiegend für die Halsschmerzen verantwortlich, entscheidet der Arzt im Einzelfall über den Einsatz von Antibiotika.

Halsschmerzen oft Anzeichen einer Erkältung
Eine akute Rachenentzündung kündigt sich gewöhnlich durch ein Kratzen in der Kehle an. Die betroffenen Schleimhäute röten sich und schwellen an, rasch treten die bekannten Halsschmerzen hinzu. Leiden Betroffene zusätzlich unter Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Sprechen, deutet dies auf eine beginnende Erkältung. Akute erkältungsbedingte Halsschmerzen erreichen ihren Höhepunkt in der Regel am zweiten oder dritten Tag, spätestens nach einer Woche sollten sie abgeklungen sein. Leiden Sie länger unter Halsschmerzen oder sind diese besonders stark ausgeprägt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch, wenn Luftnot, Fieber über 39 Grad Celsius, Ohrenschmerzen, angeschwollene Gaumenmandeln oder weitere Krankheitszeichen hinzutreten. Schwangere und Stillende sollten sich im Zweifel eher ärztlichen Rat holen.

Rachentherapeutika gegen erkältungsbedingte Halsschmerzen
Doch auch leicht bis mittel ausgeprägte akute Halsschmerzen können das Wohlbefinden der Betroffenen einschränken. Welche rezeptfreien Arzneimittel in der Apotheke für Sie zur Verfügung stehen, erläutert die Pharmazeutin Ines Winterhagen in der Deutschen Apotheker Zeitung. Achten Sie vor der Anwendung der Präparate auf die Hinweise im Beipackzettel und wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Apotheker. Dies gilt vor allem für Schwangere und Stillende.

In der Selbstmedikation von erkältungsbedingten akuten Halsschmerzen haben sich vor allem Arzneimittel bewährt, die lokal – also direkt am Entzündungsort angewendet werden. Die folgenden rezeptfreien Rachentherapeutika können die Dauer der Halsschmerzen nicht verkürzen, jedoch die Beschwerden lindern.

Lutschtabletten für längere Wirkungsentfaltung
Bei Patienten beliebt sind vor allem Lutschbonbons, -tabletten oder -pastillen. Das Lutschen regt den Speichelfluss an, sodass die Schleimhäute befeuchtet und die Schmerzen kurzzeitig gemildert werden. Die meisten freiverkäuflichen Präparate werden über den Tag verteilt angewendet. Hierfür empfiehlt die Apothekerin Winterhagen, die Präparate unter der Zunge oder in der Wangentasche „zu parken“, sodass der Wirkstoff über längere Zeit verteilt abgegeben wird. Vom Kauen oder Zerbeißen der Präparate sollten Sie absehen, da Sie so oftmals die Wirkung abschwächen.

Als Mittel der Wahl nennt die Pharmazeutin Präparate, die Salbei oder Menthol enthalten. Außerdem eignen sich Rachentherapeutika, die örtlich betäuben und so die Schmerzen auf bestimmte Zeit ausblenden. Diese Wirkung erzielt der Wirkstoff Ambroxol – etwa in den Lutschtabletten „Mucoangin® gegen Halsschmerzen“, die in den Geschmacksrichtungen Minze oder Waldbeere erhältlich sind. Zusätzlich nennt die Apothekerin Präparate mit Benzocain – wie „Anaesthesin® Pastillen“ – oder mit Lidocain, wie er in „Trachilid® Halsschmerztabletten“ enthalten ist.

Hinweis: Menschen mit einer Neigung zu Allergien sollten von Präparaten mit den Wirkstoffen Benzocain und Lidocain absehen, da diese Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen können.

Tipp: Mit zuckerfreien Präparaten beugen Sie Karies vor. Vor allem Diabetes-Patienten profitieren von zuckerfreien Varianten.

Gurgellösungen als Alternative
Alternativ zu Lutschpräparaten bieten sich Gurgellösungen an. Durch das Gurgeln werden die Schleimhäute von den Krankheitserregern mechanisch gereinigt. Die Lösungen entfalten ihre Wirkung am besten, wenn Sie diese für ca. 60 Sekunden anwenden und erst dann ausspucken. Die Apothekerin nennt hier beispielhaft die „Gurgellösung-ratiopharm®“. Der Wirkstoff Dequaliniumchlorid wirkt desinfizierend bei bakteriellen Entzündungen und beugt einer Ausbreitung der Krankheitserreger auf den Schleimhäuten vor.

Sprays für die Behandlung tieferer Rachenregionen
Beim Gurgeln und Lutschen erreichen die Wirkstoffe nicht die tieferen Bereiche des Rachens und den Kehlkopf. Sprays sind hierfür besser geeignet. Auch in dieser Medikamentengruppe stehen Ihnen eine Reihe an rezeptfreien Medikamenten zur Verfügung. Die Apothekerin nennt beispielhaft „Wick® Sulagil Halsspray“, dessen Wirkstoffe desinfizierend und örtlich betäubend wirken. Anwender sollten beachten, dass es auch Lidocain enthält. Menschen mit Allergien können auf Hexoral® Spray oder auf „Dobendan® Direkt Flurbiprofen“ ausweichen. Letzteres ist in Form von Lutschtabletten erhältlich, auch in zuckerfreier Form oder als Spray. Nehmen Sie erkältungsbedingte Halsschmerzen als Signal und schonen Sie sich, um schnell wieder fit den Winter genießen zu können.

Quellen:

Ines Winterhagen: Halsschmerzen loswerden. Immer streng nach Leitlinie!? Deutsche Apotheker Zeitung, Heft 42, Oktober 2016, S. 34-40.

Patientenleitlinie zu Halsschmerzen

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Trigeminusneuralgie gehäuft im Winter

Bei einigen Menschen mit Trigeminusneuralgie löst die kalte Luft im Winter starke Gesichtsschmerzen aus. Damit Betroffene Spätfolgen vermeiden, ist ein früher Behandlungsbeginn wichtig.

Die Trigeminusnerven leiten Empfindungen beider Gesichtshälften an das Gehirn weiter. Besteht bei ihnen eine bestimmte Reizempfindlichkeit, sprechen Mediziner von der Trigeminusneuralgie. „Charakteristisch für die Trigeminusneuralgie sind ganz plötzlich einschießende, nur Sekunden andauernde, elektrisierenden Schmerzen im Gesicht“, berichtet Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Sitz in Krefeld. „Sie zählen zu den stärksten beschriebenen Schmerzen überhaupt und treten überwiegend auf nur einer Gesichtshälfte auf.“

Blitzartige Gesichtsschmerzen von wenigen bis mehreren Sekunden
Am Anfang der Erkrankung setzen die Schmerzattacken meist spontan ein. Im Krankheitsverlauf führen vermehrt äußere Reize zu starken Schmerzen. „Häufige Auslöser der Gesichtsschmerzen sind beispielsweise ein Berührungsreiz im Gesicht, ein Luftzug oder auch ein Kältereiz. Die Trigeminusneuralgie tritt häufiger im Winter als im Sommer auf“, ergänzt Dr. Bergmann. „Es empfiehlt sich daher, Zugluft und einen extremen Kälteeinfluss im Gesicht zu vermeiden. Im Winter ist es ratsam, die Gesichtshaut zu schützen und eine geeignete Hautschutzcreme aufzutragen.“ Ansonsten besteht die Gefahr, dass Patienten mit jahrelangen Schmerzen ein Vermeidungsverhalten entwickeln und bei Kälte nicht mehr nach draußen gehen, gibt Dr. Bergmann zu bedenken.

Gesichtsschmerzen zeitnah abklären lassen
Wer unter Gesichtsschmerzen leidet, sollte möglichst schnell einen Nervenarzt oder Neurologen aufsuchen. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Chancen, dass sich das Krankheitsbild nicht verschlimmert. Spätfolgen wie Dauerschmerz, Sensibilitätsverlust in der betroffenen Gesichtsregion oder Depressionen können durch eine Therapie abgewendet werden.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

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Neuer Vorsorge-Test für Neugeborene

Die Vorsorgeuntersuchung für Kinder wird um einen Früherkennungstest ergänzt: die Pulsoxymetrie. Angeborene Herzfehler bei Neugeborenen können damit künftig besser entdeckt und frühzeitiger behandelt werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ergänzte Ende November die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder um die Pulsoxymetrie. Mit dieser Methode können bestimmte Herzfehler erkannt werden, die bei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaftsvorsorge oder nach der Geburt bislang nicht entdeckt werden konnten. Diese sogenannten kritischen angeborenen Herzfehler sind Fehlbildungen am Herzen und seinen Gefäßen. Sie können den Blutkreislauf so stark behindern, dass das Kind ohne Behandlung kaum eine Überlebenschance hat. Das Screening ermöglicht einen unverzüglichen Behandlungsbeginn. „Mit dem Pulsoxymetrie-Screening können wir bei der Untersuchung von Neugeborenen eine diagnostische Lücke schließen“, erklärt Dr. Harald Deisler, Mitglied im G-BA.

Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Pulsoxymetrie misst mithilfe eines Lichtsensors den Sauerstoffgehalt im Blut des Neugeborenen. Zu wenig Sauerstoff kann auf einen kritischen angeborenen Herzfehler hinweisen. Am Fuß des Babys wird dazu ein Sensor angelegt, der mit einem Bildschirm verbunden ist. Dieser zeigt das Ergebnis sofort an. Für die Untersuchung ist keine Blutabnahme nötig. Sie ist schmerzfrei und dauert nur wenige Sekunden.

Wann findet die Untersuchung statt?
Der beste Zeitpunkt für diese Früherkennungs-Untersuchung liegt zwischen der 24. und bis zur 48. Lebensstunde – also am 2. Lebenstag. Bei ambulanten Geburten im Krankenhaus kann die Pulsoxymetrie vorgezogen werden auf frühestens 4 Stunden nach der Geburt. Sie findet dann im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung (U1) statt. Bei Hausgeburten kann sie spätestens im Rahmen der U2 erfolgen, die normalerweise zwischen dem 3. und 10. Lebenstag erfolgt. Die Ergebnisse der Pulsoxymetrie und gegebenenfalls der weiterführenden Abklärungsdiagnostik werden im Gelben Kinderuntersuchungsheft dokumentiert, dass die Eltern nach der Geburt erhalten.

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

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Fahrradfahren im Winter

Eisiger Fahrtwind, dichter Regen und dunkle Straßen – im Winter wird Fahrradfahren zur Herausforderung. Doch mit passender Ausrüstung und der nötigen Vorsicht fördert der winterliche Radsport sogar die Gesundheit. 

Im Winter satteln die meisten Fahrradfahrer auf Bus oder Straßenbahn um. Doch einige Hartgesottene bleiben ihrem Drahtesel treu. „Das ist schlau“, meint Thomas Pillig von der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in Dortmund. „Denn wer sich in der kalten Jahreszeit regelmäßig an der frischen Luft bewegt, stärkt sein Immunsystem und wirkt zahlreichen Erkrankungen entgegen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen.“ Schon wer 30 Minuten täglich in die Pedale tritt, punktet für seine Gesundheit.

Geeignete Winterausrüstung
Handschuhe und Schal sind für Winterradler Pflicht. Nur die Mütze wird zum Problem. Sie bringt den Helm zum Rutschen. So gefährden die Helmkanten bei einem eventuellen Sturz den Nackenbereich. Als Alternative bieten Spezialgeschäfte dünne, warme Radlermützen an. Fahrradmützen mit Schutzelementen vereinen die Eigenschaften von Helm und Mütze in sich. Sie sind aber nicht so sicher wie der klassische Kopfschutz. Die ideale Radfahrkleidung ist warm und atmungsaktiv. Helle Farben und lichtreflektierende Streifen fallen selbst an nebligen Winterabenden ins Auge.

Sicher Fahrradfahren trotz Winter
Ohne funktionierende Bremsen und vorschriftmäßige Beleuchtung sollte sich niemand auf winterliche Wege begeben. Deshalb empfehlen Experten zu Beginn der Herbstsaison einen Checkup beim Radprofi. Auch ein Reifenwechsel ist zu überlegen. Ein geringerer Reifendruck verbessert zusätzlich die Straßenhaftung. Vor allem Brücken und schattige Streckenabschnitte erfordern die volle Aufmerksamkeit des Fahrers, da sie häufig vereisen. Kurven fährt der erfahrene Radler im Winter langsam an, ohne zu bremsen. Sobald die Radwege ungeräumt sind, dürfen Fahrradfahrer auf die Autostraße überwechseln.

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse (KKH)

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Mit Mobbing richtig umgehen

Lästern, hänseln, mobben – manche Kinder durchleiden im Schulalltag ein wahres Martyrium. Mit dem Grundsatz „Einfach nicht hinhören“ kommen sie meist nicht weiter. Stattdessen hilft ihnen eine beherzte Retourkutsche.

Ignorieren ist die falsche Stategie
Prof. Elisabeth Laugeson ist Psychologin am Department of Psychiatry and Bioverhavioral Sciences der Universität von Kalifornien. Sie hat erforscht, was Kindern am besten hilft, wenn sie Opfer von Mobbing werden. Davon, die kränkenden Worte einfach zu ignorieren, hält die Professorin aus Los Angeles nichts. Das ermutige den Mobber nur zu weiteren Sticheleien. Wer sein Leid Eltern oder Lehreren klagt, hat sogar mit Strafaktionen seiner Peiniger zu rechnen. „Besser ist es, wenn Kinder eine kurze ‚Retourkutsche‘ geben“, rät Prof. Laugeson.

Mögliche Reaktionen bei Mobbing
Laugeson empfiehlt kurze Sätze, die den Mobber bloßstellen und ihm das Gefühl vermitteln, langweilig oder dumm zu sein. Beispielsweise:

  • „Was auch immer…“
  • „Na und?“
  • „Wen interessiert das?“
  • „Echt beeindruckend...“
  • „Und warum soll mich das interessieren?“
  • „Soll das lustig sein?“

 

„Schüler können ihre Worte mit Körpersprache untermalen, in dem sie mit den Augen rollen oder mit den Schultern zucken, um zu zeigen, dass sie nicht beeindruckt sind“, ergänzt Prof. Laugeson.

Nach dem Kommentar weggehen

Nach der Retourkutsche entfernen sich die Mobbing-Opfer am besten sofort vom Ort des Geschehens. Mit diesem Souveränen Abgang unterstreichen sie das Gesagte. Außerdem nehmen sie ihrem Peiniger die Möglichkeit für weitere gehässige Kommentare. „Gehänselte sollten nie weggehen, ohne sich dem Angriff verbal zu widersetzen oder ohne gezeigt zu haben, dass ihnen die Äußerungen egal sind,“ betont Dr. Laugeson.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz, Englischsprachiger Artikel der Universität von Kalifornien

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Mit Mobbing richtig umgehen

Trinkgewohnheiten bei Männern

Die Weihnachtsmärkte in der Vorweihnachtszeit laden viele Menschen ein zum Glühwein trinken. Gerade viele der über 30-jährigen Männer gehen zu sorglos mit Alkohol um, warnen Experten der Deutschen Krebsstiftung.

Laut Statistik trinkt jeder Bundesbürger im Mittel rund 21 Liter Wein und 107 Liter Bier pro Jahr. „Für viele Männer gehören alkoholische Getränke zum Alltag und sind Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens“, weiß Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Alkohol fördert die Geselligkeit, dient zur Entspannung nach getaner Arbeit und wird als vermeintlicher Seelentröster leider viel zu oft genutzt. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebs bekannt.“

Alkohol fördert Krebsentwicklung
Neben Tabakkonsum zählt Alkohol zu den Hauptrisikofaktoren für das Entstehen von Krebs im oberen Verdauungstrakt. Denn in den dortigen Schleimhäuten gelangt der Alkohol überwiegend in das Blut, das diesen dann im ganzen Organismus verteilt. Die krebsfördernde Wirkung geht dabei von Acetaldehyd aus, die beim Abbau von Alkohol im Körper entsteht. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum schädigt das Zellgift Nervenzellen und Organe und fördert die Entwicklung von Leber-, Magen-, Darm- und Speiseröhrenkrebs. Schon relativ geringe Mengen von 10 bis 45 Gramm Alkohol täglich erhöhen beispielsweise das Darmkrebs-Risiko um 16 Prozent. Ein Glas Wein enthält bereits rund 20 Gramm.

Faustregel für täglichen Alkoholkonsum
Erwachsene Männer sollten deshalb nicht mehr als einen Viertelliter Wein oder 0,6 Liter Bier pro Tag konsumieren. Dies entspricht 24 Gramm Alkohol. Zudem sollten sie mindestens zwei alkoholfreie Tage in der Woche einplanen, damit der Körper sich regenerieren kann. Das empfehlen Experten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Frauen vertragen in der Regel nur die Hälfte an Alkohol und sollten nicht mehr als 12 Gramm Alkohol zu sich nehmen. Dies entspricht etwa einem Achtel Glas Wein (0,125 Liter) oder einem kleinen Glas Bier (0,25 Liter). Für einen verantwortungsbewussten Umgang mit alkoholischen Getränken dankt nicht nur der Körper, sondern auch das Erinnerungsvermögen – denn so bleibt der Adventsabend auf dem Weihnachtsmarkt lange im Gedächtnis.

Weitere Informationen
Weitere Informationen und Tipps zum Alkoholkonsum bietet der Ratgeber „Riskante Partnerschaft. Mehr Gesundheit – Weniger Alkohol“ der Deutschen Krebshilfe. Interessierte können diesen kostenlos als PDF heruntergeladen oder bestellt werden bei der

Deutsche Krebshilfe
Postfach 1467
53004 Bonn

Deutsche Krebshilfe

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Trinkgewohnheiten bei Männern

Heiße Gefahren für Kinder

Zur Adventszeit ist die Verbrennungsgefahr für Kinder besonders hoch. Wie man Verbrennungen vorbeugt und was im akuten Fall zu tun ist.

Kinderhaut ist dünner als die Haut von Erwachsenen und damit anfälliger für Verbrennungen und Verbrühungen. Schon ab Temperaturen von 52 °C kann die zarte Kinderhaut geschädigt werden – das entspricht in etwa der Gradzahl eines Glühweins oder Tees.

Kindern Gefahren erklären
Die möglichen Folgen sind Schmerzen, jahrelange Behandlungen und sichtbare Narben. Besonders gefährdet ist die Altersgruppe unter 5 Jahren, denn Kleinkinder können die Gefahr durch Feuer oder heiße Gegenstände noch nicht einschätzen. Hier sind die Eltern gefordert: Sie sollten die Bedrohungen im häuslichen Umfeld kennen und den Kindern erklären, was "heiß" bedeutet, raten die Experten von Paulinchen. Verbrennungsquellen sollten für Kinder unerreichbar sein.

Im Zweifel zum Arzt
Und wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Verbrennung kommt? Bei allen größeren Verbrennungen sollte man den Haus- oder Notarzt rufen oder ins nächstgelegene Krankenhaus fahren. In einigen Städten gibt es spezielle Verbrennungszentren. „Sind bei Kindern etwa zehn Prozent der Körperoberfläche verbrannt, kann sie dies bereits in Lebensgefahr bringen“, warnt Joachim Suß, Leiter der Kinderchirurgie am Hamburger Wilhelmsstift.

Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen
Bis der Notarzt eintrifft oder das Krankenhaus erreicht ist, sind die richtigen Sofort-Maßnahmen wichtig. Die verbrannte Stelle muss für etwa 10 Minuten gekühlt werden. Das lindert die Schmerzen. Außerdem erreicht man, dass auch in tieferen Gewebeschichten der Wunde die Temperatur sinkt. „Dafür aber kein eiskaltes, sondern etwa 15 °C warmes Wasser benutzen“, rät Suß. Nimmt man zu kaltes Wasser, ziehen sich die Gefäße an der verletzten Stelle zusammen und durchbluten die Haut nicht mehr. Das schadet der Wunde zusätzlich. Cool-Packs oder Eis sind deshalb zum Kühlen ungeeignet. Der Arzt empfiehlt stattdessen, feuchte Handtücher auf die verbrannte Haut zu legen. „Aber auch hier nicht übertreiben – Kinder kühlen viel schneller aus als Erwachsene“, weiß der Kinderchirurg. Um einer Unterkühlung vorzubeugen, sollte die Kühlzeit maximal 15 Minuten betragen.

Kleine Verletzungen heilen von selbst
In vielen Fällen verletzen sich Kinder im Haushalt nur kleinflächig und leicht. Die Haut ist dann lokal gerötet, wirft aber keine Blasen. Solche oberflächlichen Verletzungen verheilen normalerweise innerhalb von drei bis zehn Tagen ohne ärztliche Hilfe. Eine Brandsalbe oder Wundheilsalbe unterstützt die Heilung. Auch hier hilft im Akutfall schnelles Kühlen. Schmerzt die betroffene Stelle, obwohl sie gekühlt wird, lindern Zäpfchen, zum Beispiel mit Paracetamol, die Beschwerden der kleinen Patienten.

Verbrennungsunfällen durch Information und Aufklärung entgegenzuwirken ist Ziel von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder. Zu diesem Zweck steht der 7. Dezember 2017 unter dem Motto „Tag des brandverletzten Kindes – Heiße Gefahren für Kinder!“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie

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Trockene Augen im Winter

Warme Heizungsluft lässt im Winter unsere Augen austrocken. Nur ein feuchter Tränenfilm kann das Sehorgan jedoch vor Infektionen schützen. Wie wir unsere Augen in warmen Räumen feucht halten.

Mit jedem Lidschlag ziehen wir unbewusst einen Tränenfilm über die Augen. So spülen wir kleine Fremdkörper von der Oberfläche, sodass sie glatt und geschmeidig bleibt. Zusätzlich verteilt der Tränenfilm auf dem Sehorgan keimtötende Substanzen, die es vor Infektionen schützt. Außerdem versorgt die Flüssigkeit bei jedem Lidschlag die Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Doch in geheizten Räumen verdunstet der Tränenfilm schneller auf unseren Augen. Prof. Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) gibt folgende Tipps zum Feuchthalten unserer Augen:

  • Regelmäßiges Lüften versorgt den Raum mit feuchter Luft. Und häufige Spaziergänge tragen nicht nur zu unserem Allgemeinbefinden bei, sondern versorgen unsere Augen auch länger mit feuchter Luft.
  • Wie in Gebäuden sollte die Luft auch im Auto nicht zu stark aufgeheizt und somit trocken werden. Die Luftzirkulation sollte möglichst niedrig eingestellt und der Luftstrom nicht direkt auf die Augen eingestellt sein.
  • Ausreichend Trinken sorgt dafür, dass in den Augen genügend Flüssigkeit für den Tränenfilm zur Verfügung steht.
  • Ein wichtiger Bestandteil des Tränenfilms ist die obere, ölige Schicht. Sie bewirkt, dass die Tränenflüssigkeit nicht zu schnell verdunstet. Das fetthaltige Sekret wird in den Meibomdrüsen produziert, die an den Lidkanten sitzen. Vorsichtiges Reinigen mit warmem Wasser und anschließendes Massieren der Lidkante – etwa mit einem Watteträger – unterstützt die Funktion der Meibomdrüsen.

 

Bei anhaltenden trockenen Augen zum Augenarzt
Wer länger unter trockenen Augen leidet, sollte dies von einem Augenarzt überprüfen lassen. Der Facharzt untersucht, ob ausreichend Tränenflüssigkeit gebildet wird, wie lange er stabil ist oder ob die Augen noch andere Beschwerden aufweisen. Meist reicht das Anwenden von Tränenersatzmitteln zur Behandlung trockener Augen aus. Betroffene können diese in Form von Tropfen, Sprays oder Gele auftragen. Liegt zusätzlich eine anhaltende Entzündung der Augenoberfläche vor, wird der Augenarzt die Gabe von entzündungshemmenden Augentropfen erwägen.

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)

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Wie oft ist Badetag für Kinder?

Im Barock galt Baden als gesundheitsschädlich. Später erhoben die Menschen den Samstag zum Badetag. Dann kamen Zeiten, in denen Mütter stolz darauf waren, ihre Babys täglich zu baden. Inzwischen haben sich die Badesitten für Kinder wieder gelockert.

„Für Kinder sind ein paar Keime hier und da gesund, denn so lernt ihr Körper, Bakterien zu bekämpfen und ein starkes Immunsystem aufzubauen“, argumentiert Prof. Robert Sidbury von der School of Medicine der Universität Washington. Worauf es bei der Körperpflege für Kinder ankommt, erläutert der Dermatologe aus St. Louis in einer Veröffentlichung der American Academy of Dermatology (AAD).

Körperhygiene hängt vom Alter ab
"Abhängig von ihrem Alter und ihrer Aktivität, brauchen die meisten Kinder nur ein paar Mal pro Woche ein Bad“, erklärt Prof. Sidbury. Schließlich schwitzen Kinder noch nicht so stark wie Erwachsene. Für Babys und Kleinkinder empfehlen Experten ein bis zwei Bäder pro Woche. Schulkinder sollten zwei bis dreimal pro Woche in die Badewanne steigen. Haarshampoo kommt ein- bis zweimal wöchentlich zum Einsatz. Leichter haben es kleine Lockenköpfe und Kinder mit trockenem Haar. Sie müssen sich nur alle sieben bis zehn Tage die Haare waschen lassen. Wenn in der Pubertät die Schweiß- und Talgproduktion einsetzt, stehen Duschen und Haare waschen auf der Tagesordnung.

Situationsgemäß entscheiden
Natürlich kommt es immer wieder zu einem Bad außerhalb der Reihe. Auf die sommerlich oder urlaubsbedingten Badefreuden in See und Meer folgt ein reinigendes Wannenbad zu Hause. Ein Schwimmbadbesuch erfordert sogar zwei Duschgänge – vor und nach dem Baden. Dass Körpergeruch, Schmutz und Schweiß ein Bad nach sich ziehen, versteht sich von selbst.  

Quellen: Kinder- und Jugendärzte im Netz, MedicalXpress

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Asthma bei Anstrengung

Kurzatmigkeit oder Luftnot nach körperlicher Belastung deuten auf ein Anstrengungs-Asthma hin. Präbiotika sollen diese Beschwerden lindern, indem sie das Immunsystem stärken. Eine neue Untersuchung aus England bekräftigt diese Annahme.

Präbiotika stärken das Immunsystem
Zahlreiche Studien haben es gezeigt: Eine gesunde Darmflora – insbesondere ihre Zusammensetzung und die Vielfalt an verschiedenen Bakterienarten – stärkt die körpereigene Immunabwehr. Von diesem Effekt können womöglich auch Menschen mit Anstrengungs-Asthma profitieren. Forscher der Nottingham Trent University in England haben untersucht, wie sich die Einnahme eines präbiotischen Nahrungsergänzungsmittels namens B-GOS (Bimuno-Galacto-Oligosaccharid) auf die Lungenfunktion von Menschen mit Anstrengungs-Asthma auswirkt. Das Präbiotikum regt das Wachstum und die Aktivität bestimmter Bakterienarten im Dickdarm gezielt an.

Die Forscher gaben der einen Hälfte der Studienteilnehmer über drei Wochen das Präbiotikum, die Kontrollgruppe nahm keine Präparate ein. Anschließend unterzogen die Forscher beide Gruppen einem Hyperventilationstest. „Dieser Test simuliert eine körperliche Belastungsphase und kann somit die typischen Symptome eines Anstrengungs-Asthmas provozieren“, erläutert Prof. Dr. Thomas Wagner, Vorstandsmitglied der Deutschen Lungenstiftung.

Bessere Lungenfunktion durch Präbiotikum
Im Vergleich zur Kontrollgruppe fiel der Abfall der Lungenfunktion bei den Patienten, die das Präbiotikum einnahmen, geringer aus. Sie berichteten auch über weniger Atembeschwerden und ihr Blut wies weitaus weniger Marker für eine Atemwegsentzündung auf. „Diese Studie zeigt, dass Präbiotika eine zusätzliche Möglichkeit darstellen können, bei Anstrengungs-Asthma die Therapie zu unterstützen“, betont Prof. Wagner, Lungenfacharzt (Pneumologe) am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Betroffene, die ihr Immunsystem stärken möchten, finden bei Ihrem Arzt oder Apotheker Rat.

Weitere Informationen:
Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie finden Interessierte auf der Website des British Journal of Nutrition.

Quelle:
www.lungenaerzte-im-netz.de

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11.12.2016
Kosmetik 3 Augenbrauen-Tricks
Was Sie beim Zupfen beachten sollten und wie Sie widerspenstige Härchen bändigen
Thinkstock/Pixland
1. Das Puder-Vorspiel: vor dem Zupfen mit dem Puderpinsel gegen den Strich über die Brauen fahren. So lassen sich die Härchen mit der Pinzette besser greifen.
2. Die Fünfer-Regel: nach fünf gezupften Härchen eine Pause einlegen und sich das bisherige Ergebnis im Spiegel ansehen. So kommt es nicht zu Zupffehlern wie unschönen Löchern. 
3. Das SOS-Styling: unruhige Nacht gehabt? Und jetzt stehen die Brauenhärchen in alle Richtungen ab? Etwas Haarspray auf eine Zahnbürste geben und damit die störrischen Härchen fixieren. Haben die Brauen öfter ein Styling nötig, lohnt sich der Kauf eines speziellen Gels.

09.12.2016
Essen Neuer Geschmack entdeckt
Laut einem Experiment nehmen wir neben den fünf bekannten Geschmacksrichtungen noch eine weitere war: stärkehaltig
Thinkstock/Pixland
Süß, sauer, salzig, bitter, umami (= herzhaft): Diese fünf Geschmacksrichtungen nehmen wir wahr. Forscher der Oregon State University (USA) haben nun herausgefunden, dass es noch eine sechste ­Variante gibt: stärkehaltig. Testpersonen konnten das tatsächlich herausschmecken. Aus evolutions­biologischer Sicht macht das Sinn. Schließlich haben Lebensmittel mit Stärke einen hohen Nährwert, und daher ist es günstig, sie zu erkennen.

08.12.2016
Selen Schutz für die Leber
Wer viel Selen mit dem Essen aufnimmt, senkt sein Leberkrebsrisiko – so das Ergebnis einer Studie
W&B/Ulrike Möhle
Wer mit der Nahrung viel von dem Spurenelement Selen zu sich nimmt, senkt sein Risiko, an Leberkrebs zu erkranken. So lautet das Fazit eines internationalen Forscher­verbunds, veröffentlicht in dem Fachmagazin American Journal of Clinical Nutrition. Besonders reich an Selen sind beispielsweise Nüsse, Fische und Hülsenfrüchte.

Impressionen