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Frauengehirn belohnt Großzügigkeit

Männer und Frauen erwarten durch unterschiedliches Verhalten eine Belohnung. Das zeigt eine aktuelle Hirnstudie. Demnach aktiviert bei Frauen soziales Verhalten das Belohnungssystem im Gehirn – bei Männern hingegen egoistisches Verhalten.

Dass Frauen prosozialer handeln als Männer, ist durch Verhaltensexperimente belegt. Aber wie kommen diese Geschlechterunterschiede zustande? Forscher der Universität Zürich haben nun mit Hilfe von bildgebenden Untersuchungsverfahren gezeigt, dass das Belohnungssystem im Gehirn von Frauen durch großzügiges, prosoziales Verhalten stärker aktiviert wird als das von Männern.

Medikamente können Frauen egoistischer, Männer sozialer machen
Diese unterschiedliche Aktivierung des Belohnungssystems zeigte sich auch in einem pharmakologischen Experiment. Dabei wurde das Belohnungssystem der Studienteilnehmer durch die Einnahme bestimmter Medikamente gestört, die die Aktivität des „Belohnungshormons“ Dopamin hemmten. Die Folge: Frauen verhielten sich auf einmal egoistischer, Männer dagegen sozialer.

Geschlechtsspezifische Belohnungserwartung ist kulturell geprägt
Obwohl der Geschlechterunterschied auf biologischer Ebene gezeigt werden konnte, ist er nicht zwangsläufig angeboren. Belohnungserwartung wird nämlich auch erlernt, betont Studienleiter Alexander Soutschek: „Frauen lernen, eher eine Belohnung für prosoziales als für egoistisches Verhalten zu erwarten. Der Geschlechterunterschied, den wir in unseren Studien beobachtet haben, lässt sich in diesem Sinne am besten durch die unterschiedlichen kulturellen Erwartungen an Männer und Frauen erklären.“ Für die zukünftige Hirnforschung empfiehlt der Neuroökonom, Unterschiede zwischen den Geschlechtern vermehrt zu berücksichtigen.

Quelle: Universität Zürich

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Frauengehirn belohnt Großzügigkeit

Entlassrezept hilft Klinikpatienten

Seit dem 1. Oktober können Krankenhauspatienten bereits bei ihrer Entlassung ein Rezept für benötigte Anschlussmedikation bekommen. Damit entfällt für sie der Weg zu einem niedergelassenen Arzt. Es gibt allerdings einige Sonderregelungen.

Das sogenannte Entlassrezept berechtigt Klinikärzte zur Verordnung von Medikamenten, häuslicher Krankenpflege und Soziotherapie für bis zu sieben Tage. Das erleichtert Patienten die Versorgung nach ihrer Entlassung, da sie das Rezept nicht erst beim niedergelassenen Arzt besorgen müssen. Zu erkennen ist das neue rosa Rezept an dem Aufdruck „Entlassmanagement“.

Entlassrezept gilt nur drei Tage
Für das neue Rezept gelten jedoch einige Sonderregelungen: So dürfen Klinikärzte nur die kleinste verfügbare Packungsgröße eines Medikaments verschreiben und das Rezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden, wobei der Ausstellungstag mitzählt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich das Verordnungsrecht der Krankenhäuser lediglich auf das Entlassmanagement beschränkt.

Alltagstauglichkeit des Entlassrezepts muss sich noch zeigen
„Die Umsetzung des Gesetzes war langwierig und schwierig, aber nun zeichnet sich endlich eine Verbesserung für die Patienten ab“, freut sich Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes. „Die Apotheker begrüßen diesen Fortschritt ausdrücklich. Entscheidend wird jedoch die Alltagstauglichkeit des Entlassrezepts sein, damit die Versorgung der Patienten in den Apotheken auch tatsächlich funktioniert.“

Quelle: ABDA

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Entlassrezept hilft Klinikpatienten

Herzinfarkt gut überstehen

Um einen Herzinfarkt gut zu überstehen, braucht es zweierlei: eine möglichst frühe Versorgung durch den Notarzt und eine langfristige Nachsorge durch den Infarkt-Patienten selbst. Was konkret zu beachten ist.

Starke, ausstrahlende Schmerzen in der Brust, begleitet von massivem Druck- und Engegefühl: Das sind typische Anzeichen für einen Herzinfarkt. Leider sind die Symptome nicht immer so eindeutig, daher reagieren Betroffene oft zu spät. „Andererseits kann bei raschem Handeln jeglicher Schaden vom Herzmuskel abgewendet und das Leben meist in unveränderter Leistungsfähigkeit fortgesetzt werden, wenn es gelingt, das durch den Blutpfropf verschlossene Herzkranzgefäß wieder zu eröffnen“, erklärt Kardiologe Dr. Heribert Schunkert.

Herzkrankheit bleibt nach Herzinfarkt bestehen
Ein rasches Handeln im Notfall reicht jedoch nicht aus, um die Gefahr dauerhaft abzuwenden – die koronare Herzkrankheit (KHK), die den Infarkt verursacht hat, bleibt nämlich bestehen. In der Nachsorge muss daher das Fortschreiten der KHK langfristig verhindert werden. Dafür empfiehlt es sich, eine Rehabilitation in Anspruch zu nehmen, die medizinische und psychosoziale Ursachen der KHK berücksichtigt. Nach Schätzungen entscheidet sich aber lediglich jeder zweite Infarkt-Patient für eine Reha.

Maßnahmen, um einen erneuten Herzinfarkt zu verhindern:

  • konsequente Einnahme von Medikamenten gegen Gerinnselbildung, hohe Cholesterinwerte und Bluthochdruck
  • regelmäßige Bewegung und ausgewogene Ernährung
  • Vermeidung von Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und Stress


Weitere Informationen über Maßnahmen zur Herzgesundheit erhalten Sie im Ratgeber der Deutschen Herzstiftung, den Sie kostenfrei hier oder per Telefon unter 069 9551228400 bestellen können.

Ihr Herzinfarkt-Risiko können Sie hier testen.

Quelle: Deutsche Herzstiftung

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Herzinfarkt gut überstehen

Gehirnerschütterung ernst nehmen

Eine Gehirnerschütterung macht sich nicht immer direkt als solche bemerkbar. Wonach Betroffene Ausschau halten müssen und welche Maßnahmen sie ergreifen sollten.

Umgeben von Schädelknochen und schwebend in Flüssigkeit, ist unser Gehirn die meiste Zeit vor Schäden sicher. Wird der Kopf aber besonders schnell und stark erschüttert, zum Beispiel bei einem Sturz, kann das Gehirn gegen den Schädelknochen prallen. Dabei werden die neuronalen Strukturen des Gehirns in Mitleidenschaft gezogen.

Bei starken Beschwerden Notarzt rufen
„Die Anzeichen für eine Gehirnerschütterung reichen von Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Gleichgewichts- und Sehstörungen, Licht- und Lärmempfindlichkeit über Schlafstörungen, Schwierigkeiten beim Denken, emotionale Probleme bis hin zu Bewusstlosigkeit“, zählt Kinderarzt Dr. Hermann Josef Kahl auf. „Bei Krämpfen, Schwäche in den Gliedmaßen, verwaschener Sprache und Verwirrtheit sollte umgehend eine Ambulanz gerufen werden“, ergänzt er. Teilweise treten die Symptome erst zeitverzögert auf.

Gehirn braucht nach Gehirnerschütterung Ruhepause
Im Falle einer Gehirnerschütterung ist es ratsam, sich einige Tage zu schonen. Dazu gehört: auf Sport verzichten, laute Geräusche vermeiden und Fernseh- oder Computerbildschirme nur wenig benutzen. Gegen Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit können kurzzeitig Medikamente helfen, bei Kopfschmerzen zum Beispiel Paracetamol.

Leiden Kinder an einer Gehirnerschütterung, sollten sie erst dann wieder die Schule besuchen, wenn sie sich ein bis zwei Stunden ohne zunehmende Beschwerden wie Kopfschmerzen geistigen Aufgaben (zum Beispiel Lesen) widmen können. Außerdem müssen Schüler die Anstrengungen schrittweise anpassen und Ruhezeiten in der Schule einhalten können. „Dafür kann eine schriftliche Empfehlung des Arztes hilfreich sein“, rät Kahl.

Quelle: Kinderärzte im Netz

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Gehirnerschütterung ernst nehmen

Nächtliches Asthma: Was tun?

Nächtliche Hustenanfälle sind für Asthma-Patienten besonders belastend. Lässt sich der potenzielle Auslöser herausfinden, können die Beschwerden aber gelindert werden.

Asthma-Patienten haben in der Nacht ein besonders hohes Anfallrisiko. Die Weite der Bronchien unterliegt nämlich einem Tag-Nacht-Rhythmus: Tagsüber sind sie geweitet, nachts eher verengt. „Dieser Rhythmus tritt bei allen Menschen auf, bei Asthmatikern können sich die Beschwerden aber dadurch verstärken“, erklärt Lungenfacharzt Dr. Andreas Hellmann. „Außerdem kann eine liegende Position während des Schlafens den Atemwiderstand erhöhen, weil sich Sekrete zum Beispiel aus den Stirn- und Nasennebenhöhlen in den Atemwegen ansammeln. Zugleich fließt beim Liegen mehr Blut in die Lunge, so dass sich das Lungenvolumen verringert.“

Auslöser für nächtliches Asthma herausfinden
Hellmann rät, die nächtlichen Asthmabeschwerden dem behandelnden Lungenarzt mitzuteilen, um gemeinsam mit ihm die Ursache herauszufinden. Nimmt der Patient Medikamente, ist zuallererst deren Dosierung zu überprüfen. Daneben müssen Risikofaktoren für nächtliche Asthmaanfälle überprüft werden. So lässt Sodbrennen durch den Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre die Bronchien verkrampfen, während Allergien eine Entzündung der Bronchialschleimhaut und dadurch eine verlängerte Engstellung der Atemwege nach sich ziehen können.

Asthma-Patienten sollten Plan mit Lungenarzt aufstellen
Die Therapie nächtlicher Asthmaanfälle richtet sich nach der ermittelten Ursache und ist zumeist medikamentös. „Betroffene sollten gemeinsam mit ihrem Lungenarzt bzw. ihrer Lungenärztin einen Plan aufstellen, wie sich potenzielle Auslöser und Trigger und damit die nächtlichen Asthmabeschwerden vermeiden lassen“, rät Hellmann.

Quelle: Lungenärzte im Netz

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Nächtliches Asthma: Was tun?

Wachstumsschmerzen bei Kindern

Wachstumsschmerzen können unangenehm sein, sind in der Regel aber harmlos. Dennoch kann es sinnvoll sein, bei Beschwerden des Kindes ernsthafte Erkrankungen ausschließen zu lassen.

Kurz anhaltende Schmerzen in Armen oder Beinen, die vor allem nachts auftreten: bis zu ein Drittel aller Kinder ist von diesen eigentlich harmlosen Beschwerden betroffen. Jedoch können auch ernsthafte Erkrankungen hinter den Symptomen stecken – zum Beispiel eine Infektion, ein Knochenbruch, Rheuma oder gar ein Knochentumor. Da die Symptome dieser Erkrankungen sich sehr ähneln, sollte bei Verdacht auf deren Vorliegen ein Facharzt aufgesucht werden.

Wachstumsschmerzen treten fast nie tagsüber auf
Dafür, dass es sich um Wachstumsschmerzen handelt, spricht ein Auftreten der Schmerzen

•    erstmals im Vor- oder Grundschulalter
•    überwiegend abends oder nachts
•    in beiden Armen oder Beinen gleichzeitig
•    in Ruhe, nicht durch Belastung
•    in unregelmäßigen Abständen

Therapie für Wachstumsschmerzen gibt es nicht
Die genaue Ursache von Wachstumsschmerzen ist unklar. Eine Vermutung ist, dass die im Vergleich zur Knochensubstanz nur langsam wachsende Knochenhaut unter Spannung gerät und Schmerzen verursacht. „Eine Therapie gibt es leider nicht“, erklärt der Orthopäde Dr. Alexander Beck. „Eltern können den Schmerz mit Massagen oder einer Wärmflasche lindern. Manchen Kindern helfen auch Kühlpads. Wenn die Beschwerden sehr stark sind, kann auch ein leichtes Schmerzmittel verabreicht werden.“ Dies solle aber nur in Absprache mit dem behandelnden Facharzt geschehen.

Quelle: Kinderärzte im Netz

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Wachstumsschmerzen bei Kindern

Wohnort beeinflusst das Befinden

Was gestresste Städter für ihre Gesundheit tun können? Eine neue Studie legt nahe: umziehen. Wer in Waldnähe wohnt, zeigt nämlich eine besser an Stress angepasste Hirnaktivität.

Eine aktuelle Untersuchung des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) zeigt: Das Gehirn von Stadtbewohnern, deren Wohnort in Waldnähe liegt, weist unter anderem ein größeres Zellkörpervolumen im Mandelkern auf – ein wichtiger Faktor bei der Stressverarbeitung. Die Daten der Studie wurden im Rahmen der Berliner Altersstudie II (BASE-II) für ein gesünderes Älterwerden erhoben, 341 Personen im Alter zwischen 61 und 82 Jahren unterzogen sich dafür einer Kernspintomografie.

2050 werden die meisten Menschen in Städten leben
„Unsere Studie untersucht erstmals die Verbindung von städtebaulichen Merkmalen und Hirngesundheit“, erklärt Ulman Lindenberger, Direktor des Forschungsbereichs für Entwicklungspsychologie am MPIB. Von Bedeutung sind die Studienergebnisse daher für die Städteplanung – 2050 werden nämlich voraussichtlich zwei von drei Menschen weltweit in Städten wohnen.

Effekt zeigte sich nur bei Wäldern – nicht bei urbanen Grünflächen
Eine Einschränkung des Befunds: Der positive Zusammenhang zwischen naturnahem Wohnraum und Hirngesundheit zeigte sich nur bei Wäldern – nicht bei Parks, Wasserflächen oder Brachland. Geklärt ist auch nicht, ob sich der Wohnort tatsächlich günstig auf den Mandelkern auswirkt oder ob Menschen, die bereits eine besser angepasste Gehirnstruktur aufweisen, eher in waldnahe Wohngebiete ziehen. Vor dem Hintergrund bisheriger Erkenntnisse halten die Wissenschaftler aber die erste Möglichkeit für wahrscheinlicher.

Quelle: MPIB

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Wohnort beeinflusst das Befinden

Wohnort beeinflusst das Befinden

Was gestresste Städter für ihre Gesundheit tun können? Eine neue Studie legt nahe: umziehen. Wer in Waldnähe wohnt, zeigt nämlich eine besser an Stress angepasste Hirnaktivität.

Eine aktuelle Untersuchung des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) zeigt: Das Gehirn von Stadtbewohnern, deren Wohnort in Waldnähe liegt, weist unter anderem ein größeres Zellkörpervolumen im Mandelkern auf – ein wichtiger Faktor bei der Stressverarbeitung. Die Daten der Studie wurden im Rahmen der Berliner Altersstudie II (BASE-II) für ein gesünderes Älterwerden erhoben, 341 Personen im Alter zwischen 61 und 82 Jahren unterzogen sich dafür einer Kernspintomografie.

2050 werden die meisten Menschen in Städten leben
„Unsere Studie untersucht erstmals die Verbindung von städtebaulichen Merkmalen und Hirngesundheit“, erklärt Ulman Lindenberger, Direktor des Forschungsbereichs für Entwicklungspsychologie am MPIB. Von Bedeutung sind die Studienergebnisse daher für die Städteplanung – 2050 werden nämlich voraussichtlich zwei von drei Menschen weltweit in Städten wohnen.

Effekt zeigte sich nur bei Wäldern – nicht bei urbanen Grünflächen
Eine Einschränkung des Befunds: Der positive Zusammenhang zwischen naturnahem Wohnraum und Hirngesundheit zeigte sich nur bei Wäldern – nicht bei Parks, Wasserflächen oder Brachland. Geklärt ist auch nicht, ob sich der Wohnort tatsächlich günstig auf den Mandelkern auswirkt oder ob Menschen, die bereits eine besser angepasste Gehirnstruktur aufweisen, eher in waldnahe Wohngebiete ziehen. Vor dem Hintergrund bisheriger Erkenntnisse halten die Wissenschaftler aber die erste Möglichkeit für wahrscheinlicher.

Quelle: MPIB

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„Unsere Studie untersucht erstmals die Verbindung von städtebaulichen Merkmalen und Hirngesundheit“, erklärt Ulman Lindenberger, Direktor des Forschungsbereichs für Entwicklungspsychologie am MPIB. Von Bedeutung sind die Studienergebnisse daher für die Städteplanung – 2050 werden nämlich voraussichtlich zwei von drei Menschen weltweit in Städten wohnen.

Effekt zeigte sich nur bei Wäldern – nicht bei urbanen Grünflächen
Eine Einschränkung des Befunds: Der positive Zusammenhang zwischen naturnahem Wohnraum und Hirngesundheit zeigte sich nur bei Wäldern – nicht bei Parks, Wasserflächen oder Brachland. Geklärt ist auch nicht, ob sich der Wohnort tatsächlich günstig auf den Mandelkern auswirkt oder ob Menschen, die bereits eine besser angepasste Gehirnstruktur aufweisen, eher in waldnahe Wohngebiete ziehen. Vor dem Hintergrund bisheriger Erkenntnisse halten die Wissenschaftler aber die erste Möglichkeit für wahrscheinlicher.

Quelle: MPIB

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Hilfe gegen übermäßiges Schwitzen

Wer nicht nur in der Sonne, beim Sport oder bei akutem Stress schwitzt, der könnte an einer Hyperhidrose leiden – einer übermäßigen Schweißbildung. Wie Sie dem ständigen Schwitzen am besten Einhalt gebieten.

Schwitzen ist normal – selbst ohne übermäßige Anstrengung oder hohe Temperaturen. Die Schweißmenge, die wir produzieren, ist aber so gering, dass sie uns kaum auffällt und daher auch nicht stört. Bei manchen Menschen ist das anders: Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung schwitzen im Übermaß am ganzen Körper oder an einzelnen Körperregionen wie Händen, Füßen oder Achselhöhlen. „Von einer krankhaften Störung ist auszugehen, wenn das starke Schwitzen den Betroffenen erhebliche Probleme in ihrem sozialen und beruflichen Umfeld macht und sie in ihrer Lebensführung und Lebensqualität relevant beeinträchtigt“, erklärt der Dermatologe Dr. Peter Arne Gerber. Falls auch Sie an der als Hyperhidrose bekannten Krankheit leiden, bekommen Sie hier Hilfe.

Hinweis: Hinter einer Hyperhidrose können sich manchmal ernste Erkrankungen verbergen wie ein Diabetes mellitus, eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein Malignom. Klären Sie daher bei starkem Schwitzen zuerst eine mögliche Grunderkrankung mit Ihrem Hausarzt oder einem Dermatologen ab.

Deodorant, um den Schweiß zu überdecken
Für viele Menschen ist nicht das Schwitzen an sich das Problem, sondern der damit verbundene unangenehme Geruch. Dieser entsteht, wenn Bakterien den Schweiß auf der Hautoberfläche zersetzen. Dagegen hilft Ihnen bereits ein Deodorant, kurz Deo. Deos enthalten antimikrobiell wirksame Substanzen, die die Bakterien abtöten, und Duftstoffe wie Minz- oder Nelkenöl, die den Schweißgeruch überdecken. Dazu kommen häufig Geruchsabsorber und Enzyminhibitoren, um die Geruchsbildung zu hemmen.

Problematisch: Manche Inhaltsstoffe von Deos stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. So wird etwa Polihexanid in höheren Dosen von der Europäischen Union als krebserregend eingestuft. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie auf Naturkosmetik mit natürlichen Keimhemmern wie Hopfen, Fenchel oder Melisse zurückgreifen. Achten Sie zudem auf mögliche Unverträglichkeiten oder Allergien gegen bestimmte Inhaltsstoffe.

Antitranspirant, um den Schweiß zu reduzieren
Antitranspirants wirken im Gegensatz zu Deodorants direkt auf die Schweißdrüsen ein. Mittels Aluminiumsalzen verengen sie die Hautporen und blockieren die Schweißkanäle, wodurch die Schweißproduktion deutlich gedrosselt wird. Somit kommt es gar nicht erst zur Geruchsbildung. Nach anfangs mehrmaliger Anwendung pro Woche können Sie die Wirkung, je nach Produkt, oft schon durch einmal wöchentliche Anwendung aufrechterhalten. Benutzen Sie das Antitranspirant möglichst abends: Da die Schweißdrüsen nachts in der Regel inaktiv sind, kann das Mittel optimal einwirken und wird nicht direkt wieder aus dem Körper geschwemmt.

Auch der Inhalt von Antitranspirants ist leider nicht unbedenklich: Aluminiumhaltige Produkte werden mit Brustkrebs und Alzheimer in Verbindung gebracht – wobei eindeutige wissenschaftliche Belege bislang ausblieben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht jedoch davon aus, dass Aluminium sich durch Antitranspirants und weitere alltägliche Aluminiumquellen (Lebensmittel, Kochutensilien, Kosmetika) in gesundheitsschädigenden Mengen im Körper anreichern kann. Zwar sind mittlerweile auch Mittel ohne Aluminiumsalze erhältlich. Deren Wirkung ist aber umstritten.

Tipp: Sie können Ihre Aluminiumaufnahme verringern, indem Sie Antitranspirants nicht auf gereizte oder geschädigte Haut aufbringen (zum Beispiel direkt nach der Achselrasur).

Weitere Tipps gegen übermäßiges Schwitzen
Helfen Deo und Antitranspirant Ihnen nicht weiter, empfehlen sich Medikamente mit antihidrotischer Wirkung. Zugelassen sind zwei rezeptpflichtige Anticholinerga-Präparate zur oralen Einnahme mit den Wirkstoffen Methantheliniumbromid (Vagantin®) bzw. Bornaprin (Sormodren®). Auch Psychopharmaka wie Tranquilizer oder Sedativa sowie Betablocker empfiehlt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft in ihren Leitlinien. Andere Psychopharmaka können als Nebenwirkung wiederum zu Schwitzen führen. Bei besonders hohem Leidensdruck kommt eine Botox-Injektion in Frage, die etwa sechs Monate lang effektiv wirkt – aber auch teuer ist.

Anstatt nur die Symptome zu bekämpfen, können Sie auch versuchen, die Ursachen des Schwitzens zu beseitigen: Machen Sie, falls Sie übergewichtig sind, eine Diät und verzichten sie auf Zigaretten, Alkohol und Nahrungsmittel mit schweißtreibenden Gewürzen. Trinken Sie dafür Salbei-Tees oder lutschen Sie Salbei-Dragees – ihnen wird eine schweißmindernde Wirkung nachgesagt.

Quelle: Christine Vetter: Schwitz, schwitz ... Was hilft gegen übermäßige Schweißbildung? Deutsche Apotheker Zeitung, Heft 19, Mai 2017, S. 40-43.

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Hilfe gegen übermäßiges Schwitzen
17.10.2017
Konservierungsmittel Allergisch auf die Salbe?
Manche Menschen vertragen bestimmte Bestandteile in Salben nicht. Was sie tun können
istock/gzaleckas
Unverträglichkeiten gegenüber Konservierungsmitteln oder ­anderen Salbenbestandteilen sind häufig der Grund dafür, dass ­Patienten industriell hergestellte Produkte nicht vertragen.
Der Arzt kann eine Rezeptur ­verordnen, die den Wirkstoff ohne die unverträglichen Bestandteile enthält. Wenn wegen einer Allergie auf ein Konservierungsmittel verzichtet wurde, dann ist die in der Apotheke hergestellte Salbe oft weniger lange haltbar. Befolgen Sie die Angaben zur Aufbrauchsfrist, und entnehmen Sie die Salbe niemals mit den Fingern.

16.10.2017
Lebensstil Sieben geschenkte Jahre
Wer gesund lebt und bestimmte Risiken meidet, hat eine höhere Lebenserwartung
iStockphoto/Erlkreis
Sie haben nie geraucht, sind nicht übergewichtig und trinken nur wenig Alkohol? Dann haben Sie eine um sieben Jahre höhere Lebenserwartung als der Durchschnitt der Bevölkerung und können außerdem damit rechnen, dass Sie diese Zeit ­ohne körperliche Einschränkungen verbringen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Daten von mehr als 14 000 US-Amerikanern. Die in der Fachzeitschrift Health Affairs ­veröffentlichte Studie zeichnet sich dadurch aus, dass sie den Einfluss von mehreren wichtigen Verhaltensweisen gleichzeitig untersuchte.

15.10.2017
Periode Der Kopf hat keine Tage
Während der Periode leiden Gedächtnis und Konzentration? Falsch, zeigt eine Studie
istock/nensuria
Nicht ganz auf der Höhe während der Periode? Eine im Fachblatt Frontiers in Behavioral Neuroscience veröffentlichte Studie entkräftet dieses weit verbreitete Vorurteil: Forscher aus Deutschland und der Schweiz untersuchten dazu über zwei Menstruationszyklen hinweg die kognitiven Leistungen von 88 Probandinnen. Ergebnis: Die schwankenden Pegel der Hormone Östrogen, Progesteron und Testosteron beeinflussten weder das Arbeitsgedächtnis noch die Fähigkeit der Frauen, sich auf zwei Dinge ­­gleichzeitig zu konzentrieren.

Impressionen