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Erkältungssymptome gezielt behandeln

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen: Wer die typischen Erkältungssymptome in den Griff bekommen möchte, sollte lieber auf eine gezielte Behandlung statt auf Kombinationspräparate setzen. Das raten Apotheker.

Wen ein grippaler Infekt erwischt, der leidet meist an einer ganzen Reihe von Symptomen. Verlockend erscheint es da, mit einem Kombinationspräparat möglichst viele Beschwerden auf einmal in den Griff zu bekommen. So enthalten manche Arzneimittel gleich sechs Wirkstoffe. Apotheker raten hingegen zu einer gezielten Behandlung der einzelnen Symptome. Indem nur die tatsächlich bestehenden Beschwerden therapiert werden, lässt sich nämlich das Risiko von Neben- und Wechselwirkungen reduzieren.

Spray, Saft, Pastillen – für jedes Symptom die passende Arzneiform
Je nach konkreten Beschwerden eignen sich unterschiedliche Arzneiformen zur Behandlung einer Erkältung:

  • Bei einer verstopften Nase versprechen abschwellende Nasensprays schnelle Linderung. Zugleich mindern sie das Risiko einer Ohrenentzündung.
  • Hält der Husten nachts vom Schlafen ab, kann ein hustenstillender Saft den Reiz unterdrücken. Tagsüber empfiehlt sich stattdessen ein schleimlösender Saft.
  • Bei Halsschmerzen helfen Lutschpastillen oder Rachensprays weiter.
  • Kommt es zu Fieber, stehen Säfte, (Brause-)Tabletten und Zäpfchen zur Auswahl.

Rücksprache mit Arzt oder Apotheker halten
Werden mehrere Arzneimittel eingenommen, sollten Patienten Rücksprache halten mit ihrem Arzt oder Apotheker, um Wechselwirkungen auszuschließen. So vertragen sich etwa fiebersenkende Medikamente häufig nicht mit Gerinnungshemmern. Am besten kommt es gar nicht erst zu einer Ansteckung: häufiges und gründliches Händewaschen, Vermeiden von Keimherden (z. B. Haltegriffe in Bus und Bahn) sowie ein gesunder Lebensstil halten die meisten Erreger in Schach.

Eine kritische Übersicht zu Kombinationspräparaten findet sie online bei der Deutschen Apotheker Zeitung.

Quelle: Landesapothekerkammer Hessen

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Erkältungssymptome gezielt behandeln

Fieber im Kindesalter

Erkrankungen gehen bei Kindern besonders häufig mit Fieber einher. Zwar handelt es sich dabei um eine sinnvolle Schutzreaktion des Körpers – in manchen Fällen sollten Eltern jedoch umgehend reagieren.

Das Dreitagefieber ist eine typische Kinderkrankheit, deren Name den fieberhaften Verlauf schon andeutet. Auch andere Krankheiten, zum Beispiel die akute Mittelohrentzündung, sind bei kleineren Kindern oft von Fieber begleitet – schließlich ist ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt.

Fieber senken nicht immer sinnvoll
Die Apothekerin Heidi Günther erklärt: „Fieber ist ein typisches Symptom dafür, dass der Körper gegen Krankheitserreger ankämpft. Es handelt sich also nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern ist ein Zeichen für eine gesunde Körperreaktion, um eingedrungene Viren oder Bakterien zu beseitigen. Ein ansonsten gesunder Körper sollte daher auch mal fiebern dürfen.“ Fiebersenkende Maßnahmen richten sich laut Günther nicht gegen die Ursache der Krankheit und verkürzen auch nicht ihren Verlauf. „Ich rate den Eltern, das Kind lieber sorgfältig zu beobachten und auf seine Bedürfnisse einzugehen.“

Das Immunsystem des Kindes unterstützen
Bei Krankheiten, die von Fieber begleitet werden, helfen Kindern vor allem zwei Maßnahmen: ausreichend trinken und im Bett bleiben. Daneben empfiehlt Günther: „Eltern können ihrem fiebernden Kind helfen, indem sie, je nach Phase, Wärme zuführen, beispielsweise über Decken, Wärmekissen und warmen Tee, oder den Körper bei seinen Bemühungen um Abkühlung unterstützen. Dies kann über eine kühle Raumtemperatur, Wadenwickel oder Waschungen geschehen.“

Wann Eltern einen Arzt aufsuchen sollten
Bei ernsten Symptomen sollten Eltern mit kleinen Kindern umgehend einen Arzt aufsuchen. Dazu gehören:

  • Durchfall oder Erbrechen
  • starke Hals- und Ohrenschmerzen, Nackensteife oder trockener Husten
  • Fieber über 40 Grad
  • Fieber, das trotz Antibiotika-Therapie länger als drei Tage anhält.

Quelle: Barmer

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Fieber im Kindesalter

Toxisches Schocksyndrom bei Frauen

Zwar sind nicht nur Frauen betroffen – dennoch ist das toxische Schocksyndrom noch immer vor allem als „Tamponkrankheit“ bekannt. Mit welchen Maßnahmen Frauen ihr Ansteckungsrisiko minimieren.

Häufig junge Menschen betroffen
Blutvergiftung, Lungenentzündung, Endokarditis: Das Bakterium Staphylococcus aureus ist an vielen lebensbedrohlichen Erkrankungen beteiligt. Dazu gehört auch das toxische Schocksyndrom (TSS). Zumeist kommt es bei jungen Menschen vor, die bislang keinen Kontakt mit dem Erreger hatten und deren Körper darum noch keine Antikörper gebildet hat. Beschwerden treten nach einer Ansteckung schnell auf, typisch sind Kopfschmerzen, Schwindel, hohes Fieber, Blutdruckabfall und sonnenbrandähnlicher Hautausschlag. Im Falle einer Ansteckung ist grundsätzlich ein Arzt aufzusuchen.

Tampons häufig wechseln, um TSS vorzubeugen
Früher galt das TSS als Menstruationskrankheit, die vor allem durch den Gebrauch hochsaugfähiger Tampons entstünde. Zwar ist mittlerweile klar, dass die meisten Infektionen nicht-menstruell erfolgen – zum Beispiel über Hautwunden oder als Grippe-Komplikation, weshalb auch Männer und Kinder vom TSS betroffen sind. Dennoch empfiehlt sich für Frauen eine gute Menstruationshygiene, um kein unnötiges Risiko einzugehen:

  • vor und nach dem Einführen eines Tampons gründlich die Hände waschen
  • die Stärke des Tampons der aktuellen Blutungsstärke anpassen
  • an Tagen mit stärkerer Blutung den Tampon alle 3 bis 6 Stunden wechseln, ansonsten alle 6 bis 8 Stunden
  • den Tampon vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen wechseln.


Fragen zur Menstruationshygiene können in der frauenärztlichen Sprechstunde gestellt werden.

Quelle: Frauenärzte im Netz

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Toxisches Schocksyndrom bei Frauen

Studie: Altruismus ist Herzenssache

Wer vor einer schwierigen Entscheidung steht, dem wird häufig geraten: Hör auf dein Herz. Eine Studie zeigt nun, dass Menschen, denen das besonders gut gelingt, eher zu selbstlosem Verhalten neigen.

Je genauer Herzschlag erkannt wird, desto mehr Geld wird gespendet
Großzügige Menschen sind mehr im Einklang mit ihrem Körper – genauer: mit Ihrem Herzschlag. Das zeigt eine aktuelle Studie. Sie bestand aus zwei Experimenten: Zum einen wurden den Teilnehmern Töne vorgespielt, die sie danach beurteilen sollten, ob sie mit ihrem Herzschlag im Takt waren oder nicht. Der Puls durfte dabei nicht mit der Hand gefühlt werden. Zum anderen nahmen sie an einem Computer-basierten Spiel teil, in dem Geldbeträge mit Fremden geteilt werden sollten. Es zeigte sich: Je genauer die Teilnehmer beurteilen konnten, ob ihr Herzschlag mit den Tönen im Takt war, desto mehr Geld gaben sie bereitwillig ab.

Körperliche Veränderung steuert offenbar selbstloses Verhalten
Die Mitautorin der Studie Dr. Jane Aspell erklärt sich das Ergebnis folgendermaßen: „Es ist möglich, dass eine emotional aufgeladene Situation – etwa zu entscheiden, ob man Geld weggibt oder nicht – eine Veränderung des Herzschlags verursacht. Diese körperliche Veränderung könnte bei denjenigen Menschen, die besser darin sind, ihren Herzschlag wahrzunehmen, die Entscheidung in Richtung der großzügigen Option beeinflussen. Dieser Fund weist darauf hin, dass Menschen in gewisser Weise ‚auf ihr Herz hören‘, um ihr selbstloses Verhalten zu steuern.“

Das Ergebnis sollte allerdings mit Vorsicht genossen werden: In einem weiteren Schritt wurden die Teilnehmer darin geschult, ihren Herzschlag besser wahrzunehmen. Jetzt hörten sie zwar eher auf ihr Herz – spendabler machte sie das dennoch nicht.

Quelle: Scientific Reports

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Studie: Altruismus ist Herzenssache

Fettleber bei Kindern

Immer mehr Kinder leiden an einer durch Fehlernährung und Bewegungsmangel bedingten Fettleber. Auch wenn akut keine Beschwerden auftreten, drohen ernsthafte Folgeerkrankungen. Wann Handlungsbedarf besteht.

Aus Fettleber können sich Hepatitis und Leberzirrhose entwickeln
Die WHO schlägt Alarm: In Europa ist jedes dritte Kind zwischen sechs und neun Jahren ernsthaft übergewichtig. Fast die Hälfte von ihnen entwickelt eine sogenannte nicht-alkoholische Fettleber. Eine reine Fettleber verursacht zwar noch keine Beschwerden, jedoch können sich in der Folge ernsthafte Erkrankungen wie eine Leberentzündung (Hepatitis) entwickeln. Bei einem chronischen Verlauf droht eine unumkehrbare Gewebevernarbung (Leberzirrhose) und schließlich Leberkrebs.

Bei früher Diagnose sind Heilungschancen gut
„Bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sollte der behandelnde Arzt immer auch eine Fettlebererkrankung abklären. Eine einfache Ultraschalluntersuchung kann bereits Leberveränderungen sichtbar machen“, erklärt Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Darüber hinaus geben erhöhte Leberwerte einen Hinweis auf eine Erkrankung. Je früher die Diagnose vorliegt, desto eher können betroffene Kinder durch eine Ernährungsumstellung und Sport erreichen, dass sich die Fettablagerungen in der Leber zurückbilden.

Die Deutsche Leberstiftung bietet auf ihrer Homepage die Faltblätter „Leber und Fett“ sowie „Lebererkrankungen bei Kindern“ zum Download an.

Quelle: Deutsche Leberstiftung

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Fettleber bei Kindern

Das Immunsystem stärken

Gerade in der kalten Jahreszeit muss sich unsere körpereigene Abwehr wieder gegen zahlreiche Krankheitserreger wappnen. Was Sie tun können, um Ihr Immunsystem zu stärken.

Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber: allesamt unangenehme Krankheitsbeschwerden, die nicht von einem fremden Erreger, sondern von unserem eigenen Körper – als Abwehrreaktion – ausgelöst werden. In den meisten Fällen handelt das Immunsystem genau richtig. Hohe Belastungen schwächen es allerdings – weshalb es gerade im erregerfreundlichen Winter sinnvoll ist, die Abwehrkräfte aktiv zu unterstützen. Mit den folgenden Tipps gelingt Ihnen das.

Mit welchem Freizeitverhalten Sie das Immunsystem stärken
Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum Sie meistens im Winter krank werden? Das hat mehrere Gründe: Zum einen ist die Luft im Winter nicht nur kälter, sondern auch trockener – vor allem daheim bei aufgedrehter Heizung. Dadurch trocknen die Schleimhäute aus. Zum anderen leidet unser Körper im Winter häufiger unter Bewegungsmangel. Diese Umstände erschweren den Transport von Immunzellen im Körper, die gebraucht werden, um fremde Erreger unschädlich zu machen. Dazu kommt im Winter bei vielen ein Mangel an Vitamin D, das der Körper vor allem mithilfe des Sonnenlichts produziert. Am besten unterstützen Sie Ihr Immunsystem also mit häufigen Winter-Spaziergängen: Dadurch kommen Sie weg von der trockenen Heizungsluft, bewegen sich und nutzen die Sonnenstrahlen für Ihren Körper und Geist.

Tipp: Bewegung aktiviert zwar das Immunsystem. Übertreiben Sie es aber nicht, indem Sie sich regelmäßig über mehrere Stunden extrem verausgaben. Damit erhöhen Sie im Gegenteil sogar Ihre Infektanfälligkeit.

Mit welcher Ernährung Sie das Immunsystem stärken
Nicht nur an Vitamin D mangelt es im Winter häufig – generell gestaltet sich die Ernährung bei vielen etwas einseitiger. Dabei benötigt der Körper eine Vielzahl an Nährstoffen für eine effiziente Abwehrreaktion: Zink, Selen, Eisen, Kupfer, Folsäure, Vitamin A, B6, C und E. Viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch sowie wenig gesättigte Fettsäuren sorgen bei Ihnen für eine gesunde Darmflora, in der sich fremde Keime nur schwer ansiedeln. Bei etwaigen Mangelerscheinungen kann die Einnahme nahrungsergänzender Präparate sinnvoll sein – die Meinungen über den gesundheitlichen Nutzen gehen unter Experten jedoch auseinander.

Hinweis: Bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt nicht: Je mehr, desto besser! Versuchen Sie die Einnahme daher so gezielt wie möglich zu gestalten und besprechen Sie sie vorab mit Ihrem Hausarzt oder Apotheker.

Stärkt „Abhärten“ das Immunsystem?
Die Zunahme an Allergien – eine unangemessene Reaktion des Immunsystems – in den letzten Jahren erklären sich manche Forscher damit, dass Kinder mittlerweile in zunehmend „sterilen“ Verhältnissen aufwachsen und dadurch kaum noch in Kontakt mit Mikroben kommen. Eine Studie zeigt gar: Wer als Kind öfter am Daumen lutscht oder auf den Nägeln kaut, entwickelt später seltener eine Allergie. Kinder sollten daher ruhig häufig draußen herumtollen dürfen. Erwachsene können auf diese Weise ihr Immunsystem jedoch nicht mehr beeinflussen. Hier bieten sich regelmäßige Saunagänge oder Wechselduschen an: Ihre Wirkung auf das Immunsystem ist zwar nicht eindeutig belegt, allerdings kurbeln sie das Herz-Kreislauf-System an und normalisieren den Blutdruck. Zudem wirken sie entspannend – was wiederum dem Immunsystem nützt.

Hinweis: Ist Ihr Immunsystem bereits durch einen Infekt geschwächt oder leiden Sie an einer Gefäßerkrankung, sollten Sie große Temperaturschwankungen wie beim Saunieren oder Eisbaden besser meiden.

Quelle: PTA heute, Ausgabe 24/2016

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Das Immunsystem stärken

Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Unser Herz schlägt fast durchgehend im Gleichtakt. Umso beunruhigender, wenn es doch mal stolpert oder kurz aussetzt. Sind solche Herzrhythmusstörungen harmlos oder ein Fall für den Arzt?

Bei ausgeprägtem Lampenfieber rutscht das Herz in die Hose. Und wer sich heftig erschreckt, dem bleibt im übertragenen Sinn das Herz stehen. In solchen Stress-Situationen, hält der Herzschlag sich nicht immer an den gewohnten Rhythmus. Das ist auch der Fall, wenn Kaffee, Alkohol oder Drogen eine Rolle spielen. „Fast immer sind solche Herzrhythmusstörungen harmlos“, versichert Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Kommen sie gehäuft vor, könnte das aber auf eine ernstzunehmende Herzerkrankung hinweisen.

Extrasystolen: meist harmlose Herzstolperer
Gelegentlich schleichen sich zusätzliche Schläge – sogenannte Extrasystolen – in die Schlagfrequenz ein, die wir als „Herzstolpern“ wahrnehmen. Daran anschließen kann sich ein kurzer Aussetzer, wenn sich das Pumporgan zum Ausgleich eine Erholungspause gönnt. Verursacht sind Extrasystolen etwa durch Kaliummangel, verschiedene Medikamente oder eine Schilddrüsenüberfunktion – meist aber schlicht durch Aufregung.

Beunruhigendes Herzrasen bei Vorhofflimmern
Beim Vorhofflimmern (nicht zu verwechseln mit dem lebensbedrohlichen Kammerflimmern) kommt es unvermittelt zu arrhythmischem Herzrasen – der Puls steigt dabei auf bis zu 160 Schläge pro Minute. Häufig tritt Vorhofflimmern im Rahmen einer Herzerkrankung auf. Um in chronischen Fällen die Pumpleistung dauerhaft zu verbessern und Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen, geben Kardiologen gerinnungshemmende Medikamente.

Im hohen Alter sinkt die Schlagfrequenz häufig
Eine typische Rhythmusstörung im hohen Alter ist der sogenannte AV-Block. Dabei schlägt das Herz nur noch sehr langsam und setzt zeitweise sogar ganz aus. „Betroffene werden plötzlich unsicher, müssen sich festhalten, manche werden auch kurz ohnmächtig“, beschreibt Meinertz. Ob Handlungsbedarf besteht, finden Kardiologen mit einem Langzeit-EKG heraus. Der nächste Schritt bestünde dann in einer Herzschrittmacher-Implantation.

Quelle: Internisten im Netz

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Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Unser Herz schlägt fast durchgehend im Gleichtakt. Umso beunruhigender, wenn es doch mal stolpert oder kurz aussetzt. Sind solche Herzrhythmusstörungen harmlos oder ein Fall für den Arzt?

Bei ausgeprägtem Lampenfieber rutscht das Herz in die Hose. Und wer sich heftig erschreckt, dem bleibt im übertragenen Sinn das Herz stehen. In solchen Stress-Situationen, hält der Herzschlag sich nicht immer an den gewohnten Rhythmus. Das ist auch der Fall, wenn Kaffee, Alkohol oder Drogen eine Rolle spielen. „Fast immer sind solche Herzrhythmusstörungen harmlos“, versichert Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Kommen sie gehäuft vor, könnte das aber auf eine ernstzunehmende Herzerkrankung hinweisen.

Extrasystolen: meist harmlose Herzstolperer
Gelegentlich schleichen sich zusätzliche Schläge – sogenannte Extrasystolen – in die Schlagfrequenz ein, die wir als „Herzstolpern“ wahrnehmen. Daran anschließen kann sich ein kurzer Aussetzer, wenn sich das Pumporgan zum Ausgleich eine Erholungspause gönnt. Verursacht sind Extrasystolen etwa durch Kaliummangel, verschiedene Medikamente oder eine Schilddrüsenüberfunktion – meist aber schlicht durch Aufregung.

Beunruhigendes Herzrasen bei Vorhofflimmern
Beim Vorhofflimmern (nicht zu verwechseln mit dem lebensbedrohlichen Kammerflimmern) kommt es unvermittelt zu arrhythmischem Herzrasen – der Puls steigt dabei auf bis zu 160 Schläge pro Minute. Häufig tritt Vorhofflimmern im Rahmen einer Herzerkrankung auf. Um in chronischen Fällen die Pumpleistung dauerhaft zu verbessern und Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen, geben Kardiologen gerinnungshemmende Medikamente.

Im hohen Alter sinkt die Schlagfrequenz häufig
Eine typische Rhythmusstörung im hohen Alter ist der sogenannte AV-Block. Dabei schlägt das Herz nur noch sehr langsam und setzt zeitweise sogar ganz aus. „Betroffene werden plötzlich unsicher, müssen sich festhalten, manche werden auch kurz ohnmächtig“, beschreibt Meinertz. Ob Handlungsbedarf besteht, finden Kardiologen mit einem Langzeit-EKG heraus. Der nächste Schritt bestünde dann in einer Herzschrittmacher-Implantation.

Quelle: Internisten im Netz

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Wenn das Herz aus dem Takt gerät

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Bei ausgeprägtem Lampenfieber rutscht das Herz in die Hose. Und wer sich heftig erschreckt, dem bleibt im übertragenen Sinn das Herz stehen. In solchen Stress-Situationen, hält der Herzschlag sich nicht immer an den gewohnten Rhythmus. Das ist auch der Fall, wenn Kaffee, Alkohol oder Drogen eine Rolle spielen. „Fast immer sind solche Herzrhythmusstörungen harmlos“, versichert Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Kommen sie gehäuft vor, könnte das aber auf eine ernstzunehmende Herzerkrankung hinweisen.

Extrasystolen: meist harmlose Herzstolperer
Gelegentlich schleichen sich zusätzliche Schläge – sogenannte Extrasystolen – in die Schlagfrequenz ein, die wir als „Herzstolpern“ wahrnehmen. Daran anschließen kann sich ein kurzer Aussetzer, wenn sich das Pumporgan zum Ausgleich eine Erholungspause gönnt. Verursacht sind Extrasystolen etwa durch Kaliummangel, verschiedene Medikamente oder eine Schilddrüsenüberfunktion – meist aber schlicht durch Aufregung.

Beunruhigendes Herzrasen bei Vorhofflimmern
Beim Vorhofflimmern (nicht zu verwechseln mit dem lebensbedrohlichen Kammerflimmern) kommt es unvermittelt zu arrhythmischem Herzrasen – der Puls steigt dabei auf bis zu 160 Schläge pro Minute. Häufig tritt Vorhofflimmern im Rahmen einer Herzerkrankung auf. Um in chronischen Fällen die Pumpleistung dauerhaft zu verbessern und Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen, geben Kardiologen gerinnungshemmende Medikamente.

Im hohen Alter sinkt die Schlagfrequenz häufig
Eine typische Rhythmusstörung im hohen Alter ist der sogenannte AV-Block. Dabei schlägt das Herz nur noch sehr langsam und setzt zeitweise sogar ganz aus. „Betroffene werden plötzlich unsicher, müssen sich festhalten, manche werden auch kurz ohnmächtig“, beschreibt Meinertz. Ob Handlungsbedarf besteht, finden Kardiologen mit einem Langzeit-EKG heraus. Der nächste Schritt bestünde dann in einer Herzschrittmacher-Implantation.

Quelle: Internisten im Netz

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Unser Herz schlägt fast durchgehend im Gleichtakt. Umso beunruhigender, wenn es doch mal stolpert oder kurz aussetzt. Sind solche Herzrhythmusstörungen harmlos oder ein Fall für den Arzt?

Bei ausgeprägtem Lampenfieber rutscht das Herz in die Hose. Und wer sich heftig erschreckt, dem bleibt im übertragenen Sinn das Herz stehen. In solchen Stress-Situationen, hält der Herzschlag sich nicht immer an den gewohnten Rhythmus. Das ist auch der Fall, wenn Kaffee, Alkohol oder Drogen eine Rolle spielen. „Fast immer sind solche Herzrhythmusstörungen harmlos“, versichert Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Kommen sie gehäuft vor, könnte das aber auf eine ernstzunehmende Herzerkrankung hinweisen.

Extrasystolen: meist harmlose Herzstolperer
Gelegentlich schleichen sich zusätzliche Schläge – sogenannte Extrasystolen – in die Schlagfrequenz ein, die wir als „Herzstolpern“ wahrnehmen. Daran anschließen kann sich ein kurzer Aussetzer, wenn sich das Pumporgan zum Ausgleich eine Erholungspause gönnt. Verursacht sind Extrasystolen etwa durch Kaliummangel, verschiedene Medikamente oder eine Schilddrüsenüberfunktion – meist aber schlicht durch Aufregung.

Beunruhigendes Herzrasen bei Vorhofflimmern
Beim Vorhofflimmern (nicht zu verwechseln mit dem lebensbedrohlichen Kammerflimmern) kommt es unvermittelt zu arrhythmischem Herzrasen – der Puls steigt dabei auf bis zu 160 Schläge pro Minute. Häufig tritt Vorhofflimmern im Rahmen einer Herzerkrankung auf. Um in chronischen Fällen die Pumpleistung dauerhaft zu verbessern und Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen, geben Kardiologen gerinnungshemmende Medikamente.

Im hohen Alter sinkt die Schlagfrequenz häufig
Eine typische Rhythmusstörung im hohen Alter ist der sogenannte AV-Block. Dabei schlägt das Herz nur noch sehr langsam und setzt zeitweise sogar ganz aus. „Betroffene werden plötzlich unsicher, müssen sich festhalten, manche werden auch kurz ohnmächtig“, beschreibt Meinertz. Ob Handlungsbedarf besteht, finden Kardiologen mit einem Langzeit-EKG heraus. Der nächste Schritt bestünde dann in einer Herzschrittmacher-Implantation.

Quelle: Internisten im Netz

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Wenn das Herz aus dem Takt gerät
25.11.2017
Attraktivität Das perfekte Selfie
Drehen Frauen ihre linke Gesichtshälfte zur Kamera, wirken sie hübscher
iStock / Dirima
Die Perspektive macht’s: Vor allem Frauen wirken auf Selfies attraktiver, wenn sie dafür ihre linke Gesichtshälfte zur Kamera drehen, berichten Psychologen der Universität Bamberg in Frontiers of Psychology. Zeigen sie sich von rechts, wirken sie hilfsbereiter und intelligenter.

24.11.2017
Psychologie Lob lohnt sich
Komplimente zahlen sich für einen Kunden aus, zeigt ein Experiment
istock/Pixelfit
Freundlichkeit macht sich bezahlt. Ein Lob vorweg – und als Kunde hat man mehr Eis in der Waffel oder ein größeres Kebab. Das ist das Ergebnis einer Feldstudie, über die Forscher der Universität Innsbruck in Experimental Economics berichten. Nach Komplimenten gab es zehn Prozent mehr Eiscreme. Trinkgeld vorab brachte 17 Prozent mehr.

23.11.2017
Nachtruhe Langer Schlaf, mehr Albträume
Wer mehr als neun Stunden schlummert, träumt schlechter
istock/IPG/Gutenberg UK LTD
Wer nicht aus den Federn kommt, muss das öfter mal büßen. Denn langes Schlafen begünstigt Albträume. Das berichten Wissenschaftler der Universität Oxford im Fachmagazin Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology. Befragte, die länger als neun Stunden schlummerten, mussten öfter mit dem nächt­lichen Horror kämpfen.
Der Grund könnte recht einfach sein: Träume entstehen vor allem in REM-Schlafphasen. Diese nehmen mit der Schlafdauer zu. Wer länger schläft, träumt also mehr – und erlebt deshalb häufiger Albträume. Einen Einfluss hat aber nicht nur die Schlafdauer. Auch Grübeln vor dem Zubettgehen führte dazu, dass die Schläfer schlechter träumten. Offenbar beeinflussten negative Gedanken die Trauminhalte.

Impressionen