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Wie Salz den Blutdruck beeinflusst

Der Umgang mit Salz erfordert Fingerspitzengefühl: Versalzene und fade Speisen schmecken schlecht. Ähnlich ist es mit der Gesundheit. Zu viel Salz treibt den Blutdruck in die Höhe, Salzmangel begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wo liegt das gesunde Maß?

Der Koch ist verliebt – heißt es, wenn das Essen versalzen ist. Doch einen Liebesdienst erweist er seinen Gästen mit der Extraportion Salz nicht. „Das im Kochsalz enthaltene Natrium bindet Wasser und erhöht damit das Blutvolumen. Der Druck in den Gefäßen wird höher und damit auch der Blutdruck“, erklärt Professor Helmut Schatz aus Bochum vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Allerdings hat Bluthochdruck viele Ursachen, wie Prof Schatz betont.

Forscher untersuchen Salzkonsum von 135.000 Menschen
Eine kanadische Studie zeigt, wie vielschichtig Natrium den Blutdruck beeinflusst. Andrew Mente von der McMaster University in Hamilton untersuchte die Daten von insgesamt 135.000 Menschen. Er erfasste alle Todesfälle, Herzinfarkte und Schlaganfälle innerhalb des Versuchszeitraumes. Den Salzkonsum der Testpersonen ermittelte er anhand ihrer Natriumausscheidung. Überraschenderweise reagierten nur die Bluthochdruck-Patienten auf einen übermäßigen Salzkonsum mit einem Blutdruckanstieg. Bei gesunden Testpersonen rächte sich der Salzexzess dagegen kaum. Bei einem Salzkonsum unter 3 g stieg sogar die Zahl der Herz-Kreislauf-Ereignisse.

Maximal 6 g Salz pro Tag
Was lehrt die Studie? Prof. Matthias Weber, von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz rät zusammenfassend: „Bluthochdruckpatient sollten nach wie vor Salz meiden oder nur sparsam verwenden. […] Menschen mit normalem Blutdruck müssen weniger auf Ihren Salzkonsum achten.“ Zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eignet sich Salz definitiv nicht. In den reichen Industrieländern konsumieren die Menschen ohnehin zu viel Salz. Männer kommen auf 10,8 g pro Tag, Frauen auf 8,4 g. Anzustreben sind tägliche Salzrationen von maximal 6 g.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften

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Herzerkrankungen bei Depressionen

Menschen mit Depressionen verfügen über mehr Herzfettgewebe als gesunde Personen. Dies erhöht die Gefahr für Herzerkrankungen. Doch wenn Patienten ihre Antriebslosigkeit überwinden, können Sie das Risiko deutlich verringern.

Risikofaktor Herzfettgewebe
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach dem Suizid die häufigste Todesursache bei Depressionen. „Durch Depressionen kommt es zu einer Reihe endokriner und immunologischer Umstellungen im Körper, die langfristig zu einer Zunahme des Herzfettgewebes führen“, erläutert Prof. Dr. Kai Kahl von der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Menschen mit Depressionen weisen im Schnitt 1,5 mehr Herzfett auf als gesunde Personen. Dies fanden der Psychiater und sein Team heraus. „Ein großes Herzfettgewebe ist ein bekannter Risikofaktor für die Entwicklung einer koronaren Arteriosklerose, also der Verkalkung der Herzkranzgefäße“, erklärt der Wissenschaftler. Die Ablagerungen blockieren den Blutfluss in den Gefäßen und können zu Infarkten führen. Außerdem leiden viele Patienten mit Depressionen unter Antriebslosigkeit und bewegen sich tendenziell weniger als Personen ohne Depressionen. Der Bewegungsmangel belastet das Herz-Kreislauf-System zusätzlich.

Strukturiertes Gerätetraining für Patienten mit Depressionen
Inwiefern sportliche Maßnahmen das Herzfettgewebe von Depressions-Patienten verringern, sollte eine Studie zeigen. Die Forscher untersuchten hierfür 42 Depressions-Patienten zwischen 40 und 45 Jahren. Sie wurden an der Klinik in Hannover mithilfe einer individuellen Psychotherapie und mit Psychopharmaka behandelt. Die eine Hälfte der Gruppe nahm zusätzlich an einer strukturierten Sporttherapie teil, die das Institut für Sportmedizin speziell für depressive Patienten entwickelt hatte. Über sechs Wochen trainierten die Patienten dreimal wöchentlich à 45 Minuten.

Gezielte Bewegung in Lebensstil integrieren
Nach sechs Wochen hatten die Teilnehmer zehn Prozent ihres Herzfetts und einen Teil ihres Bauchfetts verloren. Auch auf die Psyche wirkte sich das Training positiv aus. „Die Studie zeigt, dass ein strukturiertes intensives Training ein guter Weg ist, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkt zu senken“, erklärt der Psychiater. „Die Sporttherapie sollte bei der Behandlung depressiver Patienten grundsätzlich als dritte Säule zur psychotherapeutischen und medikamentösen Therapie hinzukommen“, fordert Prof. Kahl.

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Mit Babys altersgemäß sprechen

Dreijährige aus besser situierten Familien haben einen doppelt so großen Wortschatz wie sozial benachteiligte Kinder. Dabei kommt es gar nicht auf Geld an. Kinder brauchen für ihre geistige Entwicklung vor allem Eltern, die auf es eingehen und altersgemäß mit ihnen sprechen.

Babys hören auf Ammensprache
Sehr kleinen Kindern gegenüber schlagen die meisten Menschen instinktiv den richtigen Ton an. Sie sprechen mit hoher Stimme, dehnen die Vokale, betonen übermäßig und wiederholen ihre Aussagen. Diese Ammensprache kommt bei den Jüngsten am besten an. Melden sich die Kleinen dann selbst zu Wort, ist es wichtig, sie bei ihren ersten Klangexperimenten zu ermutigen. Hier hat es sich bewährt, Laute zu wiederholen oder leicht zu verändern. Das lädt zum Nach- und Mitmachen ein. 

Zeit der Zeichensprache
Babys sind wahre Sprachgenies. Ihr Wortschatz wächst rapide. Bereits mit einem halben Jahr kennen sie viele Worte. Bis sie richtig sprechen können, behelfen sich viele Kinder mit Zeichensprache. Kluge Eltern unterstreichen ihre Worte nun ebenfalls mit Gesten. Als Gesprächsgegenstand eignen sich alltägliche Handlungen und Ereignisse. Sie sind für die Kleinen jetzt von besonderem Interesse. 

Frage und Antwort Spiel
Eineinhalb-Jährige beherrschen bereits die Kunst, Fragen zu stellen und zu beantworten. Dies lässt sich zum Beispiel beim Betrachten eines Bilderbuchs ausbauen. Die Auswahl an Wo- und Was-Fragen ist nahezu unbegrenzt. Außerdem dürfen immer mehr Worte ins Spiel kommen. Denn der aktive Wortschatz der Kleinen wächst nun von Tag zu Tag. 

Erzähl mir eine Geschichte
‚Warum‘ lautet eines der wichtigsten Worte im Vokabular Dreijähriger. Aufmerksame Eltern stillen nicht nur den Wissensdurst ihrer Kinder. Sie ermuntern ihrerseits mit Warum- und Wie-Fragen zum Erklären und Berichten. Das bietet sich nun besonders an, denn Kinder dieses Alters unterscheiden zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Damit beginnt die Zeit des Geschichtenerzählens. Wer diese Gabe fördert, wird später mit guten Aufsätzen belohnt werden.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

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Mit Babys altersgemäß sprechen

Dem Fußpilz Beine machen

Gerade im Sommer ist es schnell passiert: Die Füße nach dem Schwimmen nicht richtig abgetrocknet, beim barfuß Laufen kleine Verletzungen zugezogen und schon gelangen auf der Haut befindliche Pilze in die Wunde. Erreger verursachen dann schnell einen Fußpilz.

Besonders Menschen mit Diabetes mellitus, einer Immunschwäche oder Menschen in schlechtem Ernährungszustand sind anfällig für Fußpilzerkrankungen, die durch Erreger wie Hefen, Faden- und Schimmelpilze ausgelöst werden. Auch Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen oder im betagten Alter sowie Sportler sind besonders gefährdet. Betroffene erkennen Fußpilz an der weißlich aufgequollenen Haut zwischen den Zehen. Die Apothekerin Dr. Claudia Bruhn gibt Ihnen in der „Deutschen Apotheker Zeitung“ Tipps, wie Sie Fußpilz in den Zehenzwischenräumen selbst behandeln. Bei Juckreiz, Pusteln und Rötungen sowie Abschuppungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch, wenn sich die Symptome verschlimmern, häufig wiederkehren, oder auf andere Körperareale übergreifen. Welche Medikamente Ihnen in diesen Fällen grundsätzlich nach ärztlicher Verordnung zur Verfügung stehen, lesen Sie hier.

Cremes, Gele und Puder
Die Behandlung von Fußpilz zielt darauf ab, die Pilze oder Sporen in ihrer Vermehrung zu hemmen beziehungsweise die Keime abzutöten. Die Apothekerin Bruhn empfiehlt Sprays insbesondere Menschen mit Bewegungseinschränkungen, während Cremes vor allem für Betroffene mit sehr trockener Haut vorteilhaft sind. Leiden Sie hingegen vor allem an starkem Juckreiz, können Sie von Gelen profitieren. Bevorzugen Sie hingegen Puder, sollten Sie dieses mit einer Creme abwechseln. Viele der Medikamente müssen eine Weile angewendet werden, nachdem die Symptome bereits verschwunden sind. Andere hingegen werden nur solange aufgetragen, bis die Wunde abgeheilt ist. Halten Sie sich deswegen unbedingt an die Angaben im Beipackzettel beziehungsweise Ihres Arztes und Apothekers.

Präparate gegen alle Erreger
Es gibt zwei Wirkstoffe, die gegen alle potentiellen Erreger wirken. Zu diesen gehört Bifonazol, welches Sie beispielsweise in Form des Präparats Bifon® erhalten – sowohl als Creme, als auch als Gel oder Spray. Auch die Creme Canesten® extra enthält Bifonazol. Der zweite Wirkstoff ist Ciclopirox: Batrafan® Gel tragen Sie zweimal täglich über zwei bis vier Wochen auf.

Medikamente gegen bestimmte Erreger
Andere Präparate wirken nur gegen spezifische Erreger. Clotrimazol etwa hilft gegen die Fadenpilze Trichophyton rubrum und den Hefepilz Candida albicans. Die Creme Canesten® beispielsweise wird in die gründlich gereinigte und abgetrocknete Haut sanft eingerieben. Den Vorgang wiederholen Sie zwei- bis dreimal täglich über drei bis vier Wochen. Das Mittel ist auch als Spray erhältlich, namentlich Canesten® Tropflösung Spray. Als Puder ist der Wirkstoff unter dem Namen Cloderm® erhältlich. Abwechselnd mit der Creme tragen Sie dieses ein- bis zweimal täglich auf, bis knapp zwei Wochen nach Verschwinden der Symptome, allerdings sollte die Nachbehandlung eine Dauer von vier bis fünf Wochen nicht überschreiten.

Präparate für eine schnelle Anwendung
Der Wirkstoff Terbinafin wirkt wie Clotrimazol gegen Fußpilz, der durch den Fadenpilz Trichophyton rubrum verursacht wurde, sowie gegen Trichophyton interdigitale, also Fußpilz in den Zehenzwischenräumen. Betroffene können hier auf das Terbiderm® Spray zurückgreifen. Im Gegensatz zu den bisher vorgestellten Mitteln wird dieses nur einmal am Tag und nicht länger als eine Woche angewendet. Lamisil® one hingegen ist für eine einmalige Anwendung ausreichend.

Loceryl® tragen Sie einmal täglich auf die pilzbefallene Stelle am Fuß auf. Das Präparat enthält den Wirkstoff Amorolfin, welcher bei der Behandlung von Fadenpilz-Infektionen durch Trichophyton rubrum oder Trichophyton interdigitale angewendet wird. Die Dauer der Anwendung beträgt zwei bis sechs Wochen.

Quelle: Dr. Claudia Bruhn:Zeigt her eure Füße. Prophylaxe und Therapie von Fuß- und NagelpilzIn: Deutsche Apotheker Zeitung, Heft 29, Juli 2015, Stuttgart: S. Hirzel Verlag, S. 386-40.

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Nicht nur für Kinder: Impfen

Viele kleine Piekser sind nötig, bis Kinder einen vollständigen Impfschutz aufgebaut haben. Was manche gerne vergessen: Impfen ist keine einmalige Prozedur. Etwa alle zehn Jahre wird eine Auffrischung erforderlich.

Genau vor 220 Jahren führte der englische Edward Jenner die erste Impfung durch. Seit dieser Zeit hat die Prozedur nichts an Wichtigkeit verloren. Ganz im Gegenteil angesichts zunehmender Antibiotika-Resistenzen gewinnt die vorbeugende Behandlung von Infektionskrankheiten an Bedeutung. Impfen ähnelt einem Training für das Immunsystem, erklärt Danny Neidel, Geschäftsführer der Landesapothekerkammer Thüringen. „Der Körper lernt die nun harmlosen Erreger kennen und kann ‚auf Vorrat’ Antikörper für den Ernstfall bilden“, berichtet der Apotheker.

Warum Erwachsene von einer Impfung profitieren
Viele fürchten Impfschäden. Doch „die Risiken der Impfstoffe werden völlig überschätzt und sind ungleich kleiner als die Risiken einer Erkrankung“, betont Neidel. Wenn überhaupt kommt es meist nur zu Rötungen, Schmerzen an der Einstichstelle oder erhöhter Körpertemperatur. Diese Symptome sind unbedenklich und sprechen dafür, dass der Impfstoff seine Wirkung entfaltet. Ungleich gefährlicher ist es, seinen Impfschutz verfallen zu lassen. Denn Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps und Keuchhusten betreffen auch Erwachsene. 50 Prozent der Masern Fälle im Erwachsenenalter enden sogar im Krankenhaus.

Auffrischung verläuft unkompliziert
Welche Impfung aufgefrischt werden muss verrät der Impfpass. Viele Apotheken bieten zu diesem Zweck eine kostenlosen Impf-Pass-Check durch. Schon wenige Kombinationsimpfungen genügen, um einen Impfschutz gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten aufzubauen. „Wer Kontakt zu Babys oder Kleinkindern hat, sollte sich unbedingt (wieder) vor Keuchhusten schützen“, empfiehlt Neidel. Reisende benötigen je nach Ziel und Urlaubsgestaltung eine Hepatitis-, Gelbfieber- oder Tollwutimpfung. Von einer Grippeimpfung profitieren Senioren, Schwangere sowie Berufstätige, die mit vielen Personen in Kontakt kommen. Welche Impfungen genau erforderlich sind ermitteln Arzt oder Apotheker in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Quelle: Landesapothekerkammer Thüringen

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Nicht nur für Kinder: Impfen

Gut vorbereitet in die Schule

In den kommenden Wochen werden wieder tausende Kinder eingeschult. Schon jetzt können Eltern die Voraussetzungen dafür schaffen, den Kindern den Einstieg zu erleichtern und deren Selbstbewusstsein zu stärken.

Für ABC-Schützen und ihre Familien beginnt mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt. Der Tagesablauf muss sich dem Schulrhythmus anpassen und es gilt, viele neue Eindrücke zu verarbeiten. „Bis der neue Ablauf zur Routine geworden ist, können ein paar Wochen vergehen“, weiß Andrea Jakob-Pannier, Psychologin bei der Barmer GEK. „Ob konzentriertes Zuhören, längeres Stillsitzen während der Schulstunde, neue Schulkameraden oder Lernstoff – Kinder brauchen besonders in dieser Zeit einen festen Rahmen, in dem sie die neuen Eindrücke verarbeiten können“.

Den Schulweg sicher meistern
Je selbstständiger ein Kind sei, desto leichter meistert es die neuen Anforderungen. Hier sind die Eltern schon vor dem ersten Schultag gefordert, meint Jakob-Pannier, etwa durch das Proben des Schulwegs. „Je häufiger die Strecke schon in den Ferien geübt wird, desto sicherer bewegen sich die Kinder später bei Schulstart im Straßenverkehr“, erläutert die Psychologin. Wer sein Kind inmitten des Stadtverkehrs nicht allein zur Schule laufen lassen möchte, kann mit anderen Eltern zusammen eine Laufgruppe organisieren, die in der Anfangszeit von einem Elternteil begleitet wird. Nach und nach können die Kinder dann zusammen und ohne Erwachsenenbegleitung den Schulweg meistern. Ist der Weg zu weit zum Laufen, sollte das Kind schon ein paar Hundert Meter entfernt an einer sicheren Stelle abgesetzt werden. Denn: „Neben dem Lerneffekt für das richtige Verhalten im Straßenverkehr ist die Bewegung vor dem Unterricht auch gut für die Konzentration“, rät Jakob-Pannier.

Ausgeschlafen in die Schule
Guter und ausreichender Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Schulkind konzentriert am Unterricht teilnehmen kann. Dazu gehören beispielsweise feste Schlaf- und Wachzeiten oder ein Einschlafritual wie abendliches Vorlesen. Am Nachmittag an der frischen Luft zu toben fördert eine gesunde Nachtruhe und ist ein guter Ausgleich für das lange Stillsitzen in der Schule. Beschäftigungen wie Malen, Lesen oder Basteln kurz vor dem Zubettgehen sind sinnvoll, um abends besser abschalten und in den Schlaf finden zu können.

Für das Kind ist familiäre Unterstützung in den ersten Schulwochen besonders wichtig. Zuhören hilft dem Sprössling, das Erlebte zu teilen und einzuordnen. Gleichzeitig nehmen die Eltern aktiv am neuen Lebensabschnitt des Kindes teil und können vor allem auch dessen Selbstbewusstsein stärken. „Die gemeinsame Freude über kleine Erfolge schweißt zusammen und macht stark für zukünftige Herausforderungen“, betont Jakob-Pannier.

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Wegen Alkohol in die Notaufnahme

Die Zahl alkoholisierter Patienten in der Notaufnahme steigt. Doch nicht nur feiernde Jugendliche gehören zu der meist behandelten Patientengruppe in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Universitätsklinikums Jena (UKJ).

Während die Jenaer Mediziner 2010 insgesamt 580 Patienten alkoholbedingt aufgenommen hatten, waren es im folgenden Jahr bereits 632. Etwa zwei bis drei Patienten in der Woche weisen einen deutlich überhöhten Promillewert auf – also ab zwei Promille. „Wer bei diesen Patienten ausschließlich an Jugendliche nach einer langen Partynacht denkt, liegt falsch“, meint Dr. Steffen Herdtle, Oberarzt an der ZNA des UKJ. Menschen über 50 werden ebenso oft wegen zuviel Alkohol in die ZNA aufgenommen. Dies zeigt die Jenaer Studie, bei der Notfallmediziner die Patientendaten aus den Jahren 2010 und 2011 analysiert hatten.

Zuviel Alkohol vor allem abends und am Wochenende
Besonders viele alkoholisierte Menschen werden nachts zwischen 20 Uhr abends und 5 Uhr morgens versorgt, ungefähr die Hälfte von ihnen zwischen Freitag und Sonntag. Auch in den Sommermonaten übergehen viele Menschen ihre Grenzen. „Vor allem an Tagen mit besonderen Ereignissen oder an Feiertagen wie am Männer- beziehungsweise Vatertag werden mehr Patienten als sonst aufgrund ihres Alkoholkonsums in der Notfallaufnahme behandelt“, berichtet Dr. Herdtle.

Beratungs-und Therapieangebote für Betroffene
Wer Hilfe benötigt, um seinen Alkoholkonsum wieder auf ein gesundes Maß zu reduzieren, findet bei folgenden Organisationen und Institutionen eine kompetente Anlaufstelle – auch Angehörige und Freunde von Betroffenen in der Alkoholabhängigkeit:

 

UKJ

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Lungentraining bei COPD

Die richtige Körperhaltung, Atemtechniken und Lungensport können neben der medikamentösen Therapie Patienten mit einer COPD helfen, leistungsfähiger zu werden und ihre Lebensqualität zu bessern.

Patienten mit einer chronisch-obstruktiven Bronchitis (englisch chronic obstructive pulmonary disease, COPD), leiden oft – besonders beim Ausatmen – unter Atemnot, die bei körperlicher Belastung zunimmt. Viele Patienten verzichten deshalb auf Sport. Der Trainingsmangel verstärkt jedoch die Atemnot, sodass Betroffene eine noch stärkere Schonhaltung einnehmen. Ein Teufelskreis beginnt. Doch eine Kombination aus Atemtherapie, Lungensport und Muskelaufbautraining können dieser Entwicklung vorbeugen.

Körperhaltung als Voraussetzung für gelingende Atemübungen
Patienten können verschiedene Körperstellungen einnehmen, um bei Atemnot leichter zu atmen. Das Zwerchfell und die Atemmuskulatur sollen dabei möglichst wenig beansprucht werden. Betroffene können die Übungen besonders dann durchführen, wenn sie nach körperlicher Belastung eine Pause benötigen. Deutsche Lungenärzte empfehlen beispielsweise den Kutschersitz, die Torwarthaltung oder den Bettsitz.

Lippenbremse regelmäßig üben
Regelmäßiges Trainieren spezieller Atemntechniken kann Atemnot reduzieren und die Atemmuskulatur verbessern. Bei der „Lippenbremse“ beispielsweise bremsen Patienten mit den Lippen die Ausatemluft etwas ab, sodass ein geringer Widerstand entsteht. Der erzeugte Gegendruck verhindert das Zusammenklappen der kleineren Bronchien, sodass die Ausatemluft besser aus der Lunge herausströmt. Folglich können Betroffene mehr Luft einatmen. Deutsche Lungenärzte empfehlen, die Lippenbremse bereits bei körperlichen Belastungen präventiv einzusetzen. Wer regelmäßig übt, wird sie bald automatisch bei physischen Anstrengungen einsetzen.

Lungensport für bessere Fitness
Zusätzlich helfen speziell entwickelte Sportübungen, die Leistungsfähigkeit von COPD-Patienten zu steigern und das Auftreten von Atemnot zu verringern. Trainingseinheiten aus den Bereichen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination werden auf den Fitnesszustand des Patienten abgestimmt. Durch die verbesserte Lebensqualität vermag Lungensport neben physischen auch psychische Folgeerkrankungen wie Depressionen zu lindern.

Informationen für Patienten mit COPD und Asthma
Informationen zum Lungensport, Atemtherapie und gerätegestütztes Training sowie geeignete Therapieeinrichtungen erhalten Patienten mit COPD

  • beim behandelnden Arzt
  • bei Sport- und Physiotherapeuten
  • bei der Krankenkasse
  • bei Selbsthilfegruppen

 

Lungenärzte-im-Netz

Quelle: Vortrag von Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut am Lungenzentrum Essen, auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00–17:00 Uhr in Hattingen (NRW)

Kostenloses Programmheft des Symposiums

 

 

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Handynacken vorbeugen

Ein weit verbreitetes Bild: Menschen, die mit geneigtem Kopf auf ihr Smartphone schauen. Die einseitige Haltung kann zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen. Mit einfachen Übungen lässt sich dem Handynacken vorbeugen.

Immer öfter müssen Orthopäden Patienten wegen des sogenannten Handynackens behandeln. Dabei ist ein gelegentlicher Blick auf das Handy absolut unbedenklich. Problematisch wird es jedoch bei stundenlanger Nutzung von Smartphones oder Tablets. „Wer regelmäßig und über einen langen Zeitraum mit geneigtem Kopf über dem Tablet sitzt, riskiert eine Überlastung der Halswirbelsäule“, erläutert Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der BARMER GEK.

Was hilft vorbeugend?
Generell ist regelmäßiger Sport sinnvoll, um die Rückenmuskulatur zu lockern und zu stärken. „Ein oder zwei Mal pro Woche Schwimmen, Walking oder auch Pilates können sehr hilfreich bei Rückenproblemen sein. Diese Sportarten sind außerdem besonders gelenkschonend“, weiß Petzold. Im Alltag empfiehlt sie mehr körperliche Aktivität, also das Auto häufiger stehenlassen und stattdessen mit dem Rad fahren oder die Treppe anstelle des Aufzugs nutzen.

Richtig sitzen am PC
Bei längerer sitzender Haltung, beispielsweise am Schreibtisch, heißt die Devise: regelmäßige Pausen einlegen und die Muskulatur zwischendurch lockern. „Jede halbe Stunde aufstehen kann schon helfen, die starre Körperhaltung vor dem Computer zu durchbrechen. Wer dann an den Arbeitsplatz zurückkehrt, sollte sich von vornherein rückenfreundlich hinsetzen. Also beide Füße nebeneinander auf den Boden stellen, die Schultern entspannen und möglichst gerade sitzen und nicht nach ein paar Minuten zusammensacken. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, sollte die Haltung immer wieder überprüft werden“, rät Petzold. Bei längerer Arbeit mit dem Tablet oder Smartphone solle man die mobilen Geräte höher halten und lieber die Augen als den gesamten Kopf senken. Petzold weist darauf hin: „Jedes Grad weniger, um das der Kopf gesenkt ist, entlastet die Halswirbelsäule.“

Lockerungsübungen durchführen
Einfache Übungen helfen dabei, die Muskulatur zu lockern:

  • Den Kopf behutsam kreisen.
  • Den Kopf langsam von links nach rechts und zurück bewegen.
  • Das Ohr zur jeweiligen Schulter senken, bis ein Zug auf der Gegenseite spürbar ist.
  • Kopf lang nach oben strecken und gleichzeitig die Schultern nach unten ziehen.

 

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Versorgung bei Herzschwäche

Herzschwäche zählt zu den häufigsten Ursachen einer Krankenhauseinweisung. Dank intensiver Forschung lässt sie sich immer besser behandeln. Doch nach der Entlassung aus der Klinik fehlt es häufig an einer lückenlosen und angepassten Versorgung.

Bessere Prognose bei sektorenübergreifender Behandlung
„Klassischerweise müssen chronische Herzschwächepatienten im Verlauf ihrer Erkrankung drei bis vier Mal stationär aufgenommen werden“, erklärt Kardiologe Professor Georg Ertl, Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI). Nach dem Krankenhausaufenthalt wird der Betroffene in der Regel von Kardiologen, Hausärzten und nichtärztlichen Leistungserbringern weiterbehandelt. Hier zeigen sich jedoch häufig Defizite in der Kommunikation und Kooperation zwischen den Behandlern. Deutsche Herzspezialisten fordern deshalb eine eng verzahnte Kooperation zwischen klinischer und ambulanter Betreuung. „Viele Studien haben gezeigt, dass die Langzeitprognose bei Herzschwäche signifikant verbessert werden kann, wenn neue, sektorenübergreifende Behandlungsstrategien und Versorgungskonzepte umgesetzt würden“, betont Professor Ertl.

Neue Netzwerke für mehr Kooperation
Gemeinsam mit weiteren führenden Herzspezialisten spricht sich der Kardiologe für den organisatorischen Zusammenschluss der verschiedenen Leistungsträger zu Herzinsuffizienz-Netzwerken aus. „Wir empfehlen ein Netz aus Versorgungskomponenten, das lokale und überregionale Versorgungseinheiten kombiniert: Schwerpunktpraxen oder -ambulanzen mit entsprechender technischer Ausstattung und spezialisiertem Pflegepersonal sollen lokal erste Anlaufstelle sein, Schwerpunktkliniken in den Krankenhäusern sind die nächst größere Anlaufstelle, in denen zusätzlich die vielen, komplizierten Begleit- und Folgeerkrankungen behandelt werden. Zuletzt stellen große, überregionale Zentren für Herzinsuffizienz Infrastruktur für chirurgische Eingriffe und Akutsituationen dar. Notwendig wird dies etwa beim Einbringen von Ersatzherzen oder Schrittmacher“, erläutert der Experte. Durch die Einrichtung von Netzwerken sollen mehr Patienten von einer optimierten Behandlung profitieren.

Quelle: Uniklinikum Würzburg

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23.08.2016
Bewegung im Büro Alle mal aufstehen
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch scheint sich nicht nur positiv auf den Rücken, sondern auch auf die Arbeitsleistung auszuwirken
istock / Endopack
Stehtische im Büro sind nicht nur gut für die Haltung. Sie können auch die Leistung steigern. Das legt eine Studie von Forschern der Texas-A&M-Universität (USA) nahe. Sie hatten Mit­arbeiter eines Call­centers ein halbes Jahr lang beobachtet. Die Teilnehmer, die bei der Arbeit höhenverstellbare Tische nutzen konnten, waren nach diesem Zeitraum deutlich produktiver als ­ihre nur sitzenden ­Kollegen. Die Wissenschaftler vermuten, dass variable Tische mehr Bewegung in den Büroalltag bringen – und dadurch die Leistungsfähigkeit steigt.

22.08.2016
Arzt-Patienten-Verhältnis Akteneinsicht hilft
Von Transparenz in der Arztpraxis profitieren Ärzte und Patienten
iStock/laflor
Wenn nicht nur Ärzte, sondern auch Patienten Zugriff auf ihre Krankenunterlagen haben, ist das für beide Seiten von Vorteil. Das berichtet ein deutsch-amerikanisches Forscherteam im Online-Fachmagazin BMJ Open. Die Transparenz fördere nicht nur das Verständnis für eine Behandlung, sondern auch die aktive Mitarbeit der Patienten.

21.08.2016
Verhalten Warum wir dramatisieren
Nur Frauen bauschen Kleinigkeiten auf? Stimmt nicht, sagen Forscher. Weshalb Menschen dazu neigen, aus Banalem ein Drama zu machen
Jupiter Images GmbH/BrandX
"Hach, ist das alles wieder schreeecklich." Die Neigung zu dramatisieren ist typisch weiblich – denken viele Menschen. Doch Forscher der Universität von Texas (USA) haben das Phänomen ­untersucht und heraus­gefunden, dass es dabei keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt.
Die Sucht nach Klatsch und Tratsch sowie das Bedürfnis, ganz banale Dinge aufzublasen, wurzeln der Studie zufolge in drei typi­schen Wesenszügen: Drama-Queens und -Kings manipulieren gerne andere, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Sie wollen zu jeder Zeit jedem ihre Sicht der Dinge kundtun – sogar in den unpassendsten Momenten. Und sie sehen sich ständig selbst als Opfer der Alltagsumstände.

Impressionen