Neue Impfung gegen Gürtelrose

Seit Mai ist für Personen ab 50 Jahren ein neuer Impfstoff verfügbar, der vor einer Gürtelrose und deren Komplikationen wie Nervenschmerzen und Organentzündungen schützt. Die Impfung ist auch für immungeschwächte Menschen geeignet.

Bläschen und starke Schmerzen – die Gürtelrose
Die Erreger der Gürtelrose (Varizella-Zoster-Viren) sind in der Kindheit für die Windpocken verantwortlich und können sich nach Abheilen der Erkrankung jahrzehntelang im Rückenmark einnisten, ohne Beschwerden zu verursachen. Stress oder ein geschwächtes Immunsystem im Alter können die Viren reaktivieren und es kommt entlang von Nervenbahnen zu starken Schmerzen und einem Bläschenausschlag auf der Haut. Dauern die Schmerzen länger als 3 Monate, spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie, welche die häufigste Komplikation einer Gürtelrose ist. Zwei Drittel der Gürtelrosenerkrankungen treten jenseits des 50. Lebensjahres auf und etwa jeder Dritte entwickelt im Laufe seines Lebens eine Gürtelrose.

Effektiver Schutz von Älteren und Immungeschwächten
Der neu verfügbare Totimpfstoff schützt ältere Menschen effektiv mit einer Wirksamkeit von über 90 Prozent und altersunabhängig vor Varizella-Zoster-Infektionen und ihren Komplikationen. Die Impfung erfolgt im Abstand von 2 Monaten und der Arzt kann sie zusammen mit der Grippeschutzimpfung durchführen. Er ist auch für immungeschwächte Personen geeignet, bei denen der bisherige Lebendimpfstoff nicht eingesetzt werden konnte.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e. V.

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Neue Impfung gegen Gürtelrose

Sport gegen Depression

Ein internationales Forscherteam bestätigte in einer länderübergreifenden Studie, dass sportliche Betätigung vor der Entstehung von Depressionen schützen kann. Der positive Effekt war unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Fitness.

Weltweite Befragung von über einer viertel Million Menschen
Wissenschaftler aus Brasilien, Belgien, Australien, den USA, dem Vereinigten Königreich und Schweden folgten der Fragestellung, ob körperliche Aktivität bei Menschen ohne psychische Erkrankungen zu einem verringerten Risiko führt, Depressionen zu entwickeln. Dafür werteten sie Daten von mehr als 260.000 Männern und Frauen aus und wiederholten die Befragung nach durchschnittlich 7,4 Jahren. Teilnehmer, die sich wenig bewegten, waren gefährdeter, eine Depression zu entwickeln als Menschen, die sich viel bewegten. Die positiven Ergebnisse für Aktivität galten für Jugendliche, Erwachsene und auch alte Menschen unabhängig vom Wohnort.

Der leitende Studienautor Felipe Barreto Schach von der Universidad La Salle, Brasilien erklärt: „Es handelt sich hierbei um die erste weltweite Metaanalyse, die beweist, dass die bloße körperliche Aktivität förderlich dafür ist, die gesamte Bevölkerung vor Depressionen zu schützen.“ Ko-Autor Brendon Stubbs vom King´s College, London ergänzt: „Unsere Analyse macht deutlich, dass ein hohes Maß von körperlicher Aktivität für Kinder, Erwachsene und ältere Erwachsene eine Schutzfunktion hat und es dabei nicht auf die Herkunft oder andere Faktoren wie Body Mass Index, Rauchen oder den allgemeinen körperlichen Gesundheitszustand ankommt.“

Den eigenen Lebensstil überdenken – und eventuell verändern
„Neben der Vielzahl an weiteren Vorteilen, die die körperliche Aktivität mit sich bringt, können unsere Erkenntnisse dazu führen, die körperliche Betätigung im Laufe des Lebens auf der Prioritätenliste neu zu positionieren“, regt Stubbs an. „Die überzeugenden Beweise, die wir hier vorbringen konnten, liefern die ausschlaggebenden Argumente, um Menschen in der Schule, am Arbeitsplatz und in ihrer Freizeit dazu zu bringen, sich mehr zu bewegen. Weitere Studien sind schon geplant, um das Mindestmaß an körperlicher Aktivität und den Effekt der verschiedenen Arten der körperlichen Betätigung zu ermitteln,“ blickt Joseph Firth vom NICM Health Research Institute der Western Sydney Universität in die Zukunft.

Quelle: Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund

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Gut geschützt in die Sonne

Egal, ob Sie ein Straßencafé besuchen, joggen gehen oder Ihr Kind für den Kindergarten fertig machen – in der warmen Jahreszeit ist ein optimaler Sonnenschutz besonders wichtig. Worauf Sie beim Produktkauf achten sollten und welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können.

UV-A, UV-B, LSF – kleine Einführung in die Wissenschaft der Sonnenstrahlen
Die Sonne sendet nicht nur wohltuende Wärmestrahlung, sondern auch Licht im unsichtbaren, so genannten ultravioletten Bereich aus: die UV-A- und UV-B-Strahlung. Beide sind der Grund für die negativen Erinnerungen an zu langes Sonnenbaden: Kurzfristig entsteht der typische Sonnenbrand mit Rötung und schmerzhaften Bläschen oder bei empfindlichen Menschen eine Sonnenallergie. Langfristig altert die Haut schneller und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

Aber die menschliche Haut baut bei Sonnenkontakt einen Eigenschutz auf. Hautschichten verdicken sich und es bildet sich verstärkt das Pigment Melanin, das Ihnen die Urlaubsbräune verleiht. Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktoren (LSF) unterstützen diesen Eigenschutz. Enthaltene Stoffe schützen als UV-Filter die Haut vor zu viel Sonnenlicht. Der Lichtschutzfaktor ist eigentlich ein UV-B-Schutzfaktor und stellt die wichtigste Angabe auf den Verpackungen dar. Er gibt an, wievielmal länger man sich mit diesem Produkt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies bei der individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Ob ein Produkt auch vor der UV-A-Strahlung schützt, erkennen Sie an einem zusätzlichen kreisrunden „UVA“-Zeichen.

Tipp: Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht? Haar- und Augenfarbe sowie Ihre Hautfarbe bestimmen die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob man Ihnen bei der Bestimmung Ihres Fototyps helfen kann. Dort berät man Sie auch über die zu Ihrem Hauttyp passenden Produkte.

Mit Kombination zum besten Hautschutz
Um ein möglichst breites UV-Spektrum abzudecken, gut verträglich und praktisch in der Handhabung zu sein, enthalten Sonnenschutzmittel meist eine Kombination aus zwei Filterklassen. Diese Produkte verbinden eine hohe Schutzleistung mit einfacher Anwendung und wenig Nachteilen.

Physikalische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid lassen UV-Strahlen gar nicht erst in die Haut eindringen, sondern reflektieren sie wie kleine Spiegel. Sie fungieren so als Breitbandfilter und lösen keine Allergien aus. Allerdings bildet sich ein sichtbarer, weißer Film auf der Haut.

Chemische Filter sind mit den Naturstoffen Kampfer, Zimt- und Salizylsäure verwandt und ziehen in die Haut ein. Das Auftragen ist einfach, aber manche Filterstoffe lösen Fotoallergien aus oder stehen im Verdacht, eine hormonähnliche Wirkung zu haben.

Der Zusatz von Antioxidantien schützt zusätzlich vor Schäden am Erbgut durch Radikale, die sich durch UV-Strahlung bilden.

Tipp: Viele Produkte für Kinder enthalten eine große Menge an Titan- oder Zinkoxid. Der „Weißeleffekt“ erlaubt Ihnen, ganz einfach zu überprüfen, ob alle unbedeckten Körperstellen eingecremt sind.

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich
Schützen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen auch mal für kurze Zeit draußen spielen – aber immer gut geschützt und nie zur Mittagszeit, wo die Sonne am intensivsten strahlt. Mit lichtundurchlässiger Kleidung und dick eingecremt mit einem hohen Lichtschutzfaktor steht einem ungetrübten Spaß im Garten dann nichts mehr im Weg.

Tipp: Es gibt spezielle UV-Schutzkleidung, die auch beim Baden oder nach mehrmaligen Waschen noch zuverlässig gegen UV-Strahlen schützt.

Sonnenschutz immer & überall
Täuschen Sie sich nicht: Auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Belastung hoch sein, denn die Strahlen durchdringen auch Wolken. Außerdem steigt die UV-Intensität mit der Höhe über dem Meeresspiegel an.

Hinweis: Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer wird die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Verwenden Sie Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor wie üblich, wenn Sie sich in den Bergen befinden oder Ihr Urlaubsland nahe am Äquator liegt.

Damit Ihr Urlaub keine Schattenseiten hat: Tipps für ein besonnenes Verhalten

  • Vermeiden Sie Sonnenbaden zur Mittagszeit; zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten.
  • Sparen Sie nicht an Sonnenschutzmittel. Ein Erwachsener benötigt etwa 3 Esslöffel, die eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt aufgetragen werden.
  • Nase, Ohren, Lippen und Dekolleté nicht vergessen. Regelmäßiges Nachcremen erhält den Schutz, auch nach dem Schwimmen und Abtrocknen.
  • Kleidung ist ein effektiver Sonnenschutz, insbesondere weit geschnittene und eher dunkle Textilien schirmen die Haut gut ab.
  • Vergessen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht. Achten Sie dabei auf Angaben wie „UV 400“, „100 Prozent UV“ oder das CE-Zeichen.

Quelle: Christine Kammer: Sonnenschutz aus der Flasche, PTA heute, Ausgabe 8/2018.

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Egal, ob Sie ein Straßencafé besuchen, joggen gehen oder Ihr Kind für den Kindergarten fertig machen – in der warmen Jahreszeit ist ein optimaler Sonnenschutz besonders wichtig. Worauf Sie beim Produktkauf achten sollten und welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können.

UV-A, UV-B, LSF – kleine Einführung in die Wissenschaft der Sonnenstrahlen
Die Sonne sendet nicht nur wohltuende Wärmestrahlung, sondern auch Licht im unsichtbaren, so genannten ultravioletten Bereich aus: die UV-A- und UV-B-Strahlung. Beide sind der Grund für die negativen Erinnerungen an zu langes Sonnenbaden: Kurzfristig entsteht der typische Sonnenbrand mit Rötung und schmerzhaften Bläschen oder bei empfindlichen Menschen eine Sonnenallergie. Langfristig altert die Haut schneller und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

Aber die menschliche Haut baut bei Sonnenkontakt einen Eigenschutz auf. Hautschichten verdicken sich und es bildet sich verstärkt das Pigment Melanin, das Ihnen die Urlaubsbräune verleiht. Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktoren (LSF) unterstützen diesen Eigenschutz. Enthaltene Stoffe schützen als UV-Filter die Haut vor zu viel Sonnenlicht. Der Lichtschutzfaktor ist eigentlich ein UV-B-Schutzfaktor und stellt die wichtigste Angabe auf den Verpackungen dar. Er gibt an, wievielmal länger man sich mit diesem Produkt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies bei der individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Ob ein Produkt auch vor der UV-A-Strahlung schützt, erkennen Sie an einem zusätzlichen kreisrunden „UVA“-Zeichen.

Tipp: Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht? Haar- und Augenfarbe sowie Ihre Hautfarbe bestimmen die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob man Ihnen bei der Bestimmung Ihres Fototyps helfen kann. Dort berät man Sie auch über die zu Ihrem Hauttyp passenden Produkte.

Mit Kombination zum besten Hautschutz
Um ein möglichst breites UV-Spektrum abzudecken, gut verträglich und praktisch in der Handhabung zu sein, enthalten Sonnenschutzmittel meist eine Kombination aus zwei Filterklassen. Diese Produkte verbinden eine hohe Schutzleistung mit einfacher Anwendung und wenig Nachteilen.

Physikalische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid lassen UV-Strahlen gar nicht erst in die Haut eindringen, sondern reflektieren sie wie kleine Spiegel. Sie fungieren so als Breitbandfilter und lösen keine Allergien aus. Allerdings bildet sich ein sichtbarer, weißer Film auf der Haut.

Chemische Filter sind mit den Naturstoffen Kampfer, Zimt- und Salizylsäure verwandt und ziehen in die Haut ein. Das Auftragen ist einfach, aber manche Filterstoffe lösen Fotoallergien aus oder stehen im Verdacht, eine hormonähnliche Wirkung zu haben.

Der Zusatz von Antioxidantien schützt zusätzlich vor Schäden am Erbgut durch Radikale, die sich durch UV-Strahlung bilden.

Tipp: Viele Produkte für Kinder enthalten eine große Menge an Titan- oder Zinkoxid. Der „Weißeleffekt“ erlaubt Ihnen, ganz einfach zu überprüfen, ob alle unbedeckten Körperstellen eingecremt sind.

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich
Schützen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen auch mal für kurze Zeit draußen spielen – aber immer gut geschützt und nie zur Mittagszeit, wo die Sonne am intensivsten strahlt. Mit lichtundurchlässiger Kleidung und dick eingecremt mit einem hohen Lichtschutzfaktor steht einem ungetrübten Spaß im Garten dann nichts mehr im Weg.

Tipp: Es gibt spezielle UV-Schutzkleidung, die auch beim Baden oder nach mehrmaligen Waschen noch zuverlässig gegen UV-Strahlen schützt.

Sonnenschutz immer & überall
Täuschen Sie sich nicht: Auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Belastung hoch sein, denn die Strahlen durchdringen auch Wolken. Außerdem steigt die UV-Intensität mit der Höhe über dem Meeresspiegel an.

Hinweis: Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer wird die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Verwenden Sie Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor wie üblich, wenn Sie sich in den Bergen befinden oder Ihr Urlaubsland nahe am Äquator liegt.

Damit Ihr Urlaub keine Schattenseiten hat: Tipps für ein besonnenes Verhalten

  • Vermeiden Sie Sonnenbaden zur Mittagszeit; zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten.
  • Sparen Sie nicht an Sonnenschutzmittel. Ein Erwachsener benötigt etwa 3 Esslöffel, die eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt aufgetragen werden.
  • Nase, Ohren, Lippen und Dekolleté nicht vergessen. Regelmäßiges Nachcremen erhält den Schutz, auch nach dem Schwimmen und Abtrocknen.
  • Kleidung ist ein effektiver Sonnenschutz, insbesondere weit geschnittene und eher dunkle Textilien schirmen die Haut gut ab.
  • Vergessen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht. Achten Sie dabei auf Angaben wie „UV 400“, „100 Prozent UV“ oder das CE-Zeichen.

Quelle: Christine Kammer: Sonnenschutz aus der Flasche, PTA heute, Ausgabe 8/2018.

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UV-A, UV-B, LSF – kleine Einführung in die Wissenschaft der Sonnenstrahlen
Die Sonne sendet nicht nur wohltuende Wärmestrahlung, sondern auch Licht im unsichtbaren, so genannten ultravioletten Bereich aus: die UV-A- und UV-B-Strahlung. Beide sind der Grund für die negativen Erinnerungen an zu langes Sonnenbaden: Kurzfristig entsteht der typische Sonnenbrand mit Rötung und schmerzhaften Bläschen oder bei empfindlichen Menschen eine Sonnenallergie. Langfristig altert die Haut schneller und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

Aber die menschliche Haut baut bei Sonnenkontakt einen Eigenschutz auf. Hautschichten verdicken sich und es bildet sich verstärkt das Pigment Melanin, das Ihnen die Urlaubsbräune verleiht. Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktoren (LSF) unterstützen diesen Eigenschutz. Enthaltene Stoffe schützen als UV-Filter die Haut vor zu viel Sonnenlicht. Der Lichtschutzfaktor ist eigentlich ein UV-B-Schutzfaktor und stellt die wichtigste Angabe auf den Verpackungen dar. Er gibt an, wievielmal länger man sich mit diesem Produkt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies bei der individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Ob ein Produkt auch vor der UV-A-Strahlung schützt, erkennen Sie an einem zusätzlichen kreisrunden „UVA“-Zeichen.

Tipp: Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht? Haar- und Augenfarbe sowie Ihre Hautfarbe bestimmen die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob man Ihnen bei der Bestimmung Ihres Fototyps helfen kann. Dort berät man Sie auch über die zu Ihrem Hauttyp passenden Produkte.

Mit Kombination zum besten Hautschutz
Um ein möglichst breites UV-Spektrum abzudecken, gut verträglich und praktisch in der Handhabung zu sein, enthalten Sonnenschutzmittel meist eine Kombination aus zwei Filterklassen. Diese Produkte verbinden eine hohe Schutzleistung mit einfacher Anwendung und wenig Nachteilen.

Physikalische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid lassen UV-Strahlen gar nicht erst in die Haut eindringen, sondern reflektieren sie wie kleine Spiegel. Sie fungieren so als Breitbandfilter und lösen keine Allergien aus. Allerdings bildet sich ein sichtbarer, weißer Film auf der Haut.

Chemische Filter sind mit den Naturstoffen Kampfer, Zimt- und Salizylsäure verwandt und ziehen in die Haut ein. Das Auftragen ist einfach, aber manche Filterstoffe lösen Fotoallergien aus oder stehen im Verdacht, eine hormonähnliche Wirkung zu haben.

Der Zusatz von Antioxidantien schützt zusätzlich vor Schäden am Erbgut durch Radikale, die sich durch UV-Strahlung bilden.

Tipp: Viele Produkte für Kinder enthalten eine große Menge an Titan- oder Zinkoxid. Der „Weißeleffekt“ erlaubt Ihnen, ganz einfach zu überprüfen, ob alle unbedeckten Körperstellen eingecremt sind.

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich
Schützen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen auch mal für kurze Zeit draußen spielen – aber immer gut geschützt und nie zur Mittagszeit, wo die Sonne am intensivsten strahlt. Mit lichtundurchlässiger Kleidung und dick eingecremt mit einem hohen Lichtschutzfaktor steht einem ungetrübten Spaß im Garten dann nichts mehr im Weg.

Tipp: Es gibt spezielle UV-Schutzkleidung, die auch beim Baden oder nach mehrmaligen Waschen noch zuverlässig gegen UV-Strahlen schützt.

Sonnenschutz immer & überall
Täuschen Sie sich nicht: Auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Belastung hoch sein, denn die Strahlen durchdringen auch Wolken. Außerdem steigt die UV-Intensität mit der Höhe über dem Meeresspiegel an.

Hinweis: Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer wird die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Verwenden Sie Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor wie üblich, wenn Sie sich in den Bergen befinden oder Ihr Urlaubsland nahe am Äquator liegt.

Damit Ihr Urlaub keine Schattenseiten hat: Tipps für ein besonnenes Verhalten

  • Vermeiden Sie Sonnenbaden zur Mittagszeit; zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten.
  • Sparen Sie nicht an Sonnenschutzmittel. Ein Erwachsener benötigt etwa 3 Esslöffel, die eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt aufgetragen werden.
  • Nase, Ohren, Lippen und Dekolleté nicht vergessen. Regelmäßiges Nachcremen erhält den Schutz, auch nach dem Schwimmen und Abtrocknen.
  • Kleidung ist ein effektiver Sonnenschutz, insbesondere weit geschnittene und eher dunkle Textilien schirmen die Haut gut ab.
  • Vergessen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht. Achten Sie dabei auf Angaben wie „UV 400“, „100 Prozent UV“ oder das CE-Zeichen.

Quelle: Christine Kammer: Sonnenschutz aus der Flasche, PTA heute, Ausgabe 8/2018.

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Egal, ob Sie ein Straßencafé besuchen, joggen gehen oder Ihr Kind für den Kindergarten fertig machen – in der warmen Jahreszeit ist ein optimaler Sonnenschutz besonders wichtig. Worauf Sie beim Produktkauf achten sollten und welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können.

UV-A, UV-B, LSF – kleine Einführung in die Wissenschaft der Sonnenstrahlen
Die Sonne sendet nicht nur wohltuende Wärmestrahlung, sondern auch Licht im unsichtbaren, so genannten ultravioletten Bereich aus: die UV-A- und UV-B-Strahlung. Beide sind der Grund für die negativen Erinnerungen an zu langes Sonnenbaden: Kurzfristig entsteht der typische Sonnenbrand mit Rötung und schmerzhaften Bläschen oder bei empfindlichen Menschen eine Sonnenallergie. Langfristig altert die Haut schneller und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

Aber die menschliche Haut baut bei Sonnenkontakt einen Eigenschutz auf. Hautschichten verdicken sich und es bildet sich verstärkt das Pigment Melanin, das Ihnen die Urlaubsbräune verleiht. Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktoren (LSF) unterstützen diesen Eigenschutz. Enthaltene Stoffe schützen als UV-Filter die Haut vor zu viel Sonnenlicht. Der Lichtschutzfaktor ist eigentlich ein UV-B-Schutzfaktor und stellt die wichtigste Angabe auf den Verpackungen dar. Er gibt an, wievielmal länger man sich mit diesem Produkt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies bei der individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Ob ein Produkt auch vor der UV-A-Strahlung schützt, erkennen Sie an einem zusätzlichen kreisrunden „UVA“-Zeichen.

Tipp: Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht? Haar- und Augenfarbe sowie Ihre Hautfarbe bestimmen die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob man Ihnen bei der Bestimmung Ihres Fototyps helfen kann. Dort berät man Sie auch über die zu Ihrem Hauttyp passenden Produkte.

Mit Kombination zum besten Hautschutz
Um ein möglichst breites UV-Spektrum abzudecken, gut verträglich und praktisch in der Handhabung zu sein, enthalten Sonnenschutzmittel meist eine Kombination aus zwei Filterklassen. Diese Produkte verbinden eine hohe Schutzleistung mit einfacher Anwendung und wenig Nachteilen.

Physikalische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid lassen UV-Strahlen gar nicht erst in die Haut eindringen, sondern reflektieren sie wie kleine Spiegel. Sie fungieren so als Breitbandfilter und lösen keine Allergien aus. Allerdings bildet sich ein sichtbarer, weißer Film auf der Haut.

Chemische Filter sind mit den Naturstoffen Kampfer, Zimt- und Salizylsäure verwandt und ziehen in die Haut ein. Das Auftragen ist einfach, aber manche Filterstoffe lösen Fotoallergien aus oder stehen im Verdacht, eine hormonähnliche Wirkung zu haben.

Der Zusatz von Antioxidantien schützt zusätzlich vor Schäden am Erbgut durch Radikale, die sich durch UV-Strahlung bilden.

Tipp: Viele Produkte für Kinder enthalten eine große Menge an Titan- oder Zinkoxid. Der „Weißeleffekt“ erlaubt Ihnen, ganz einfach zu überprüfen, ob alle unbedeckten Körperstellen eingecremt sind.

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich
Schützen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen auch mal für kurze Zeit draußen spielen – aber immer gut geschützt und nie zur Mittagszeit, wo die Sonne am intensivsten strahlt. Mit lichtundurchlässiger Kleidung und dick eingecremt mit einem hohen Lichtschutzfaktor steht einem ungetrübten Spaß im Garten dann nichts mehr im Weg.

Tipp: Es gibt spezielle UV-Schutzkleidung, die auch beim Baden oder nach mehrmaligen Waschen noch zuverlässig gegen UV-Strahlen schützt.

Sonnenschutz immer & überall
Täuschen Sie sich nicht: Auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Belastung hoch sein, denn die Strahlen durchdringen auch Wolken. Außerdem steigt die UV-Intensität mit der Höhe über dem Meeresspiegel an.

Hinweis: Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer wird die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Verwenden Sie Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor wie üblich, wenn Sie sich in den Bergen befinden oder Ihr Urlaubsland nahe am Äquator liegt.

Damit Ihr Urlaub keine Schattenseiten hat: Tipps für ein besonnenes Verhalten

  • Vermeiden Sie Sonnenbaden zur Mittagszeit; zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten.
  • Sparen Sie nicht an Sonnenschutzmittel. Ein Erwachsener benötigt etwa 3 Esslöffel, die eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt aufgetragen werden.
  • Nase, Ohren, Lippen und Dekolleté nicht vergessen. Regelmäßiges Nachcremen erhält den Schutz, auch nach dem Schwimmen und Abtrocknen.
  • Kleidung ist ein effektiver Sonnenschutz, insbesondere weit geschnittene und eher dunkle Textilien schirmen die Haut gut ab.
  • Vergessen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht. Achten Sie dabei auf Angaben wie „UV 400“, „100 Prozent UV“ oder das CE-Zeichen.

Quelle: Christine Kammer: Sonnenschutz aus der Flasche, PTA heute, Ausgabe 8/2018.

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Egal, ob Sie ein Straßencafé besuchen, joggen gehen oder Ihr Kind für den Kindergarten fertig machen – in der warmen Jahreszeit ist ein optimaler Sonnenschutz besonders wichtig. Worauf Sie beim Produktkauf achten sollten und welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können.

UV-A, UV-B, LSF – kleine Einführung in die Wissenschaft der Sonnenstrahlen
Die Sonne sendet nicht nur wohltuende Wärmestrahlung, sondern auch Licht im unsichtbaren, so genannten ultravioletten Bereich aus: die UV-A- und UV-B-Strahlung. Beide sind der Grund für die negativen Erinnerungen an zu langes Sonnenbaden: Kurzfristig entsteht der typische Sonnenbrand mit Rötung und schmerzhaften Bläschen oder bei empfindlichen Menschen eine Sonnenallergie. Langfristig altert die Haut schneller und im schlimmsten Fall entsteht Hautkrebs.

Aber die menschliche Haut baut bei Sonnenkontakt einen Eigenschutz auf. Hautschichten verdicken sich und es bildet sich verstärkt das Pigment Melanin, das Ihnen die Urlaubsbräune verleiht. Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktoren (LSF) unterstützen diesen Eigenschutz. Enthaltene Stoffe schützen als UV-Filter die Haut vor zu viel Sonnenlicht. Der Lichtschutzfaktor ist eigentlich ein UV-B-Schutzfaktor und stellt die wichtigste Angabe auf den Verpackungen dar. Er gibt an, wievielmal länger man sich mit diesem Produkt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies bei der individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Ob ein Produkt auch vor der UV-A-Strahlung schützt, erkennen Sie an einem zusätzlichen kreisrunden „UVA“-Zeichen.

Tipp: Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht? Haar- und Augenfarbe sowie Ihre Hautfarbe bestimmen die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob man Ihnen bei der Bestimmung Ihres Fototyps helfen kann. Dort berät man Sie auch über die zu Ihrem Hauttyp passenden Produkte.

Mit Kombination zum besten Hautschutz
Um ein möglichst breites UV-Spektrum abzudecken, gut verträglich und praktisch in der Handhabung zu sein, enthalten Sonnenschutzmittel meist eine Kombination aus zwei Filterklassen. Diese Produkte verbinden eine hohe Schutzleistung mit einfacher Anwendung und wenig Nachteilen.

Physikalische Filter wie Titandioxid und Zinkoxid lassen UV-Strahlen gar nicht erst in die Haut eindringen, sondern reflektieren sie wie kleine Spiegel. Sie fungieren so als Breitbandfilter und lösen keine Allergien aus. Allerdings bildet sich ein sichtbarer, weißer Film auf der Haut.

Chemische Filter sind mit den Naturstoffen Kampfer, Zimt- und Salizylsäure verwandt und ziehen in die Haut ein. Das Auftragen ist einfach, aber manche Filterstoffe lösen Fotoallergien aus oder stehen im Verdacht, eine hormonähnliche Wirkung zu haben.

Der Zusatz von Antioxidantien schützt zusätzlich vor Schäden am Erbgut durch Radikale, die sich durch UV-Strahlung bilden.

Tipp: Viele Produkte für Kinder enthalten eine große Menge an Titan- oder Zinkoxid. Der „Weißeleffekt“ erlaubt Ihnen, ganz einfach zu überprüfen, ob alle unbedeckten Körperstellen eingecremt sind.

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich
Schützen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr komplett vor direkter Sonneneinstrahlung. Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Kleinen auch mal für kurze Zeit draußen spielen – aber immer gut geschützt und nie zur Mittagszeit, wo die Sonne am intensivsten strahlt. Mit lichtundurchlässiger Kleidung und dick eingecremt mit einem hohen Lichtschutzfaktor steht einem ungetrübten Spaß im Garten dann nichts mehr im Weg.

Tipp: Es gibt spezielle UV-Schutzkleidung, die auch beim Baden oder nach mehrmaligen Waschen noch zuverlässig gegen UV-Strahlen schützt.

Sonnenschutz immer & überall
Täuschen Sie sich nicht: Auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Belastung hoch sein, denn die Strahlen durchdringen auch Wolken. Außerdem steigt die UV-Intensität mit der Höhe über dem Meeresspiegel an.

Hinweis: Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer wird die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Verwenden Sie Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor wie üblich, wenn Sie sich in den Bergen befinden oder Ihr Urlaubsland nahe am Äquator liegt.

Damit Ihr Urlaub keine Schattenseiten hat: Tipps für ein besonnenes Verhalten

  • Vermeiden Sie Sonnenbaden zur Mittagszeit; zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten.
  • Sparen Sie nicht an Sonnenschutzmittel. Ein Erwachsener benötigt etwa 3 Esslöffel, die eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt aufgetragen werden.
  • Nase, Ohren, Lippen und Dekolleté nicht vergessen. Regelmäßiges Nachcremen erhält den Schutz, auch nach dem Schwimmen und Abtrocknen.
  • Kleidung ist ein effektiver Sonnenschutz, insbesondere weit geschnittene und eher dunkle Textilien schirmen die Haut gut ab.
  • Vergessen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht. Achten Sie dabei auf Angaben wie „UV 400“, „100 Prozent UV“ oder das CE-Zeichen.

Quelle: Christine Kammer: Sonnenschutz aus der Flasche, PTA heute, Ausgabe 8/2018.

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Gut geschützt in die Sonne

Hautkrebs durch Nageldesign?

Der Lack auf professionell modellierten Fingernägeln wird mit Hilfe von Lampen gehärtet, die ultraviolettes Licht abgeben. Sie stehen im Verdacht, das Hautkrebsrisiko zu erhöhen. Experten empfehlen vorbeugende Maßnahmen.

Zusammenhang zwischen UV-Lampen und Hautkrebs wird diskutiert
Grundsätzlich gilt: UV-A-Strahlung, wie sie auch von den Lampen in Nagelstudios ausgesendet wird, dringt bis in tiefere Hautschichten vor und wird als krebserregend beim Menschen eingestuft. Die Hautschäden nehmen mit der Länge der Einwirkzeit und der Dauer der Bestrahlung zu.

Wissenschaftler sind sich nicht sicher über den Grad der Gefährdung, die von den UV-A-Lampen in Nagelstudios ausgeht; entsprechend einem mathematischen Modell müssten 100.000 Menschen regelmäßig eine UV-Lampe verwenden, damit sich bei einer Person auf dem Handrücken Hautkrebs entwickelt. Nach anderen Untersuchungen reichen bereits 8 Studiobesuche für die Entstehung von Schäden in der Erbsubstanz aus. Die ungleiche Strahlungsverteilung an verschiedenen Hautarealen scheint ebenfalls problematisch.

Lieber auf Nummer sicher gehen
Einig sind sich die Experten: Solange keine eindeutigen Ergebnisse vorliegen, sollte der persönliche Schutz Vorrang haben. Die Leiterin des Krebsinformationsdienstes in Heidelberg Susanne Weg-Remers empfiehlt: „Wer nicht auf modellierte Nägel verzichten will, der sollte beim Besuch im Nagelstudio UV-Schutzmaßnahmen ergreifen, um sein Risiko so gering wie möglich zu halten. Verwenden Sie Sun-Blocker oder Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Auch fingerlose Handschuhe stellen einen Schutz dar.“

Quelle: DKFZ

Weiterführende Informationen zu Krebs und Krebsrisiken beim Krebsinformationsdienst.

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Krebstherapie ohne Folgen fürs Herz

Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigt, dass nach einer Strahlen- oder Chemotherapie langfristig keine Schäden am Herzen auftreten. Die medizinische Betreuung der Brustkrebspatientinnen vermeidet Spätfolgen.

Kein erhöhtes Risiko für einen Herztod
Die Diagnose Brustkrebs trifft jedes Jahr in Deutschland etwa 70.000 Frauen und ist weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die verbesserte Früherkennung und vielfältige Therapien haben das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, erheblich gesenkt. „Allerdings deuten einige klinische Studien darauf hin, dass sowohl Chemotherapie als auch Strahlentherapie mit dem Risiko einhergehen, in Folge der Behandlung eine Herzerkrankung zu erleiden“, sagt Hermann Brenner vom DKFZ.

In einer groß angelegten Studie konnte Brenner diese Sorge nun zerstreuen: Sein Team wertete die Daten von fast 350.000 Brustkrebspatientinnen aus amerikanischen Krebsregistern aus. In den Jahren 2000 bis 2011 erkrankten die Frauen an Brustkrebs und wurden mit Strahlen- oder Chemotherapie behandelt. Als Vergleichsgruppe diente die weibliche Durchschnittsbevölkerung. Das Ergebnis war eindeutig und galt für Chemotherapie wie auch Bestrahlungen: Nach einer Brustkrebsbehandlung ist es nicht wahrscheinlicher, an einer Herzerkrankung zu sterben, als für die durchschnittliche weibliche Bevölkerung.

Gutes Risikomanagement und intensive Nachsorge
Als möglichen Grund führen die Experten die engmaschige Beobachtung der Patientinnen durch spezielle kardioonkologische Einheiten an den Kliniken an. Das individuelle Risiko für eine Herzerkrankung wird bei der Therapieauswahl berücksichtigt und häufige Kontrollen während der Behandlung lassen schädigende Nebenwirkungen auf das Herz frühzeitig erkennen.

„Das Ergebnis unserer Studie werten wir als sehr positiv für die Behandlung von Brustkrebs“, fasst Brenner zusammen. „Insbesondere ist es aber eine sehr gute Nachricht für die große Zahl der betroffenen Patientinnen, dass sie sich bei einer guten medizinischen Betreuung und nach überstandener Brustkrebserkrankung nicht mehr Sorgen bezüglich tödlicher Herzerkrankungen machen müssen, als Frauen gleichen Alters ohne Brustkrebs.“

Quelle: DKFZ

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Osteoporose kann jeden treffen

Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) bemängeln: Obwohl ausreichend Wirkstoffe zur Verfügung stehen, werden Risikopatienten für Osteoporose kaum medikamentös behandelt – selbst, wenn sie bereits mehrfach Knochenbrüche erlitten haben.

Knochenschwund betrifft Frauen und Männer
In Deutschland leben etwa sechs Millionen Menschen, die wegen einer bestehenden Osteoporose ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche (Frakturen) aufweisen. Osteoporose, auch häufig als „Knochenschwund“ bezeichnet, bedeutet, dass Dichte und Stabilität der Knochen abnehmen und infolgedessen die Gefahr eines Knochenbruchs steigt. Professor Heide Siggelkow warnt vor den tiefgreifenden Folgen einer Fraktur: „Die eingeschränkte Mobilität führt zum Beispiel nach einem Oberschenkelhalsbruch häufig zu einer Einweisung ins Pflegeheim und zwanzig Prozent der Menschen mit einem Oberschenkelhalsbruch sterben direkt oder indirekt daran.“ Osteoporose ist schon lange keine reine Frauenkrankheit mehr, obwohl drei Viertel aller Osteoporose-Patienten Frauen jenseits der Wechseljahre sind.

Jeder kann etwas tun: Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und weitgehender Verzicht auf Alkohol und Nikotin gehören zu den vorbeugenden Maßnahmen gegen Osteoporose. Laut Siggelkow sind außerdem ein ausgeglichener Vitamin D- und Kalziumhaushalt für die Knochengesundheit wichtig.

Verschreibung knochenerhaltender Medikamente mangelhaft
„Es ist wichtig, […] die Patienten zu identifizieren, die ein deutlich erhöhtes Bruchrisiko haben, und sie dann vorsorglich medikamentös zu behandeln“, erklärt Siggelkow. „Leider werden in Deutschland viel zu wenige Menschen mit Osteoporose – selbst nach mehrfachen Brüchen – medikamentös behandelt.“

Dabei stehen verschiedene Präparate zur Verfügung. Man unterscheidet zum einen Medikamente, deren Wirkstoffe die Aktivität der knochenabbauenden Zellen hemmen, und zum anderen knochenaufbauende Medikamente. Zwei neue Wirkstoffe senken stärker als die bisher zugelassenen Präparate die Anzahl der Knochenbrüche: Abaloparatid und Romosozumab. Beide stehen kurz vor der Zulassung und erweitern laut Siggelkow das verfügbare Therapiespektrum.

Quelle: DGE

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23.05.2018
Toilette Hygiene-Muffel
Viele Menschen waschen sich nach dem Toilettengang die Hände nicht richtig
iStock/Tracey Ayton
Nur acht Prozent der Toilettengänger reinigen ihre Hände anschließend wie empfohlen: mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife auch zwischen den Fingern. Das beobachteten Psychologie-Studierende der SRH Hochschule Heidelberg bei 1000 Besuchern in den Wasch­räumen öffentlicher Toiletten. Elf Prozent der Männer wuschen sich die Hände gar nicht. Bei den Frauen waren es drei Prozent.

22.05.2018
Monatsblutung Druck gegen Schmerzen
Akupressur kann gegen Schmerzen während der Periode helfen
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Frauen können krampfartige Schmerzen während der Periode mit Aku­­pressur selbst lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an der Berliner Charité. Die Wissenschaftlerinnen untersuchten 221 Frauen zwischen 18 und 34 Jahren, die per Zufall in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Nur in einer Gruppe drückten die Teilnehmerinnen bei Regelschmerzen bestimmte Punkte an Beinen, Füßen und Händen, die ihnen eine speziell für die Studie entwickelte App anzeigte. Nach drei Monaten berichteten 37 Prozent der Frauen aus der Aku­pressur-Gruppe über eine deutliche Schmerz­reduktion, nach sechs Monaten 58 Prozent. In der Kontrollgruppe waren es jeweils 25 Prozent. Zudem nahmen sie weniger Schmerzmittel ein.

21.05.2018
Heißgetränke Besser lauwarm trinken
Tee, Kaffee und andere heiße Getränke sollten Sie erst etwas abkühlen lassen – sonst kann sich das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen
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Für Menschen, die rauchen oder regelmäßig Alkohol trinken, erhöhen sehr heiße Getränke das Risiko für Speise­röhrenkrebs deutlich. Das geht aus einer Analyse der Daten von 500 000 Personen hervor, die im Fachmagazin Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Bereits 2016 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung Heißgetränke mit einer Temperatur von mehr als 65 Grad generell als "wahrscheinlich ­­krebserregend" ein.

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