Cannabis als Medikament sicher

Cannabis wird in der Medizin zur Therapie schwerkranker Menschen eingesetzt. Doch Experten warnen vor dem falschen Rückschluss, dass die Droge deshalb harmlos sei oder gar gesundheitsfördernde Wirkung habe.

Behandlung von Schwerkranken mit Cannabis
Cannabis ist vor allem eine Option bei Schmerzen oder Bewegungsstörungen, wenn die Behandlung mit anderen Medikamenten nicht wirksam war, und soll die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Der Psychiater Prof. Andreas Heinz ergänzt: „Neben neuropathischen und spastischen Schmerzen können Cannabis-Medikamente auch bei Appetitlosigkeit, Abmagerung und Schlafstörungen eingesetzt werden – sofern Standardtherapien ausgeschöpft sind.“

Freizeitgebrauch von Cannabis birgt Risiken
Der Freizeitgebrauch von Cannabis ist illegal. Cannabis hat das Potenzial, abhängig zu machen und es drohen psychische Folgeerkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder Psychosen. In Deutschland konsumieren etwa 4,5 Prozent der Erwachsenen Cannabis innerhalb eines Jahres. Bei etwa 4 Prozent der jungen Erwachsenen handelt es sich um regelmäßigen Konsum. Jeder 10. Konsument der Droge entwickelt eine Abhängigkeit und in Deutschland ist Cannabis der häufigste Grund für eine erste Drogentherapie.

Im Unterschied zum Freizeitgebrauch werden in der medizinischen Therapie ausschließlich Fertigarzneimittel sowie medizinische Cannabisblüten oder -extrakte in gesicherter Qualität eingesetzt. Heinz betont: „In Apotheken erhältliche, vom Arzt verschriebene Arzneimittel sind eindeutig identifizierbar und werden über ihren THC (Tetrahydrocannabinol)- und Cannabidiol-Gehalt definiert. Produkte, die auf dem Schwarzmarkt erworben werden, sind hingegen mit großen Unsicherheiten für den Konsumenten behaftet, weil Wirkstoffkonzentrationen völlig unklar sind und auch […] andere Zusatzstoffe beigemischt sein können.“ Cannabis wird zudem im Freizeitgebrauch häufig geraucht, wovon Experten in der medizinischen Anwendung explizit abraten: Durch Verbrennungsprodukte oder Tabakbeimischungen ist das gesundheitliche Risiko zusätzlich erhöht.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

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Riskante Wechselwirkung bei Asthma

Die geläufigsten Augentropfen zur Behandlung des Grünen Star zählen zu den sogenannten Betablockern. Werden zusätzlich Asthma-Mitteln über den Mund eingenommen, ist das Risiko von Wechselwirkungen besonders hoch.

Betablocker gelangen direkt in die Blutbahn
Rund 20 Prozent der angewendeten Betablocker-Tropfen wird über die Bindehaut und die äußere Augenhaut aufgenommen. Die anderen 80 Prozent gelangen durch den Nasen-Rachenraum und über die Schleimhaut direkt in den Blutkreislauf – vergleichbar mit einer langsamen intravenösen Gabe. Dadurch drohen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Ein besonders hohes Risiko besteht bei Betablocker-Tropfen und oral eingenommenen Asthma-Mitteln. Die Apotheke vor Ort kann Unsicherheiten nehmen und Patienten zu möglichen Wechselwirkungen beraten. Die Apothekerkammer Niedersachen empfiehlt: Patienten sollten Rücksprache mit dem Arzt halten, wenn sie

  • unter der Therapie häufiger unter einer Muskelverkrampfung rund um die Atemwege (Bronchospasmen) leiden
  • oder eine Verschlechterung ihres Asthmas feststellen
  • oder ein Arzneimittel neu verordnet bekommen.

Soll ein erhöhter Augeninnendruck behandelt werden, ist es wichtig, dass Betroffene unbedingt den Augenarzt von einem bestehenden Asthma und der medikamentösen Therapie informieren. Er wird dann nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung entschieden, welche Augentropfen er verschreibt. In der Regel wird der Arzt die Behandlung mit einer niedrigen Wirkstoffkonzentration starten und die Dosis langsam steigern.

Trick für die Anwendung von Betablocker-Augentropfen
Ist die Gabe eines Betablockers notwendig, können Patienten die Aufnahme über die Schleimhäute durch einen Trick bei der Anwendung verringern. Die Apothekerkammer Niedersachsen rät dazu, durch leichten Druck auf den nasalen Augenwinkel über einen Zeitraum von ein bis drei Minuten die Tränenkanälchen zu verschließen. Damit wird das Abfließen in den Nasenrachenraum und damit die Aufnahme des Wirkstoffs über die Schleimhaut vermindert. Kommt der Einsatz Betablocker-Augentropfen bei einem Glaukompatienten nicht in Frage, stehen alternativ andere Wirkstoffe zur Verfügung.

Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen

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Riskante Wechselwirkung bei Asthma

Raue Haut an Oberarm und -schenkel

Raue und schuppige Haut an Oberarmen oder Oberschenkeln sind die typischen Anzeichen für eine sogenannte Reibeisenhaut, einer Verhornungsstörung. Betroffene können die Beschwerden mit einer konsequenten Pflege lindern.

Reibeisenhaut bildet sich mit zunehmenden Alter zurück
Bei der Reibeisenhaut verschließen stecknadelkopf-große Hornpfröpfe die Öffnungen der Haarfollikel. Die Haut fühlt sich äußerst rau und schuppig wie ein Reibeisen an. Meist sind die Streckseiten der Oberarme und Oberschenkel befallen, teils auch das Gesäß. Selten treten die Papeln im seitlichen Gesichtsbereich auf. Die Verhornungsstörung ist zwar harmlos, wird aber von vielen Betroffenen als kosmetisch störend empfunden. Die gute Nachricht: Mit zunehmendem Alter schwächt sich die Reibeisenhaut immer mehr ab.

Mit Urea und Milchsäure pflegen
Betroffene können mit der richtigen und konsequenten Pflege für ein besseres Hautbild sorgen. Zur täglichen Hautbefeuchtung eignet sich am besten eine Lotion mit Harnstoff (Urea). Urea hilft den Hautzellen, sich untereinander zu verbinden, reduziert die Hornhautplättchen und bindet die Feuchtigkeit in und auf der Haut. Alternativ zur Urea können Betroffene Salben mit hornlösenden Keratolytika wie Milch- oder Salicylsäure verwenden. Zur Öffnung der verstopften Hautporen und Entfernen der Verhornungen empfehlen sich wöchentliche Peelings mit Salicylsäure, Milchsäure und Fruchtsäure. Bei der Auswahl eines geeigneten Präparats sowie zur individuellen Anwendung berät der Apotheker.

Quelle: Landesapothekerkammer Hessen

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Raue Haut an Oberarm und -schenkel

Hilfe bei trockenem Auge

Bildschirmarbeit, Klimaanlagen und der ständige Blick auf Mobiltelefone oder Tablets führen dazu, dass immer mehr Menschen an trockenem Auge leiden. Richtiges Verhalten schont die Augenoberfläche und beugt vor.

Tränenfilm aus dem Gleichgewicht
Der Tränenfilm benetzt die Augenoberfläche und ernährt die Hornhaut. Wenn das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit produziert oder diese zu schnell verdunstet, ist das Gleichgewicht des Tränenfilms gestört. Augenärzte sprechen dann vom trockenen Auge oder der sogenannten Keratoconjunctivitis Sicca.

Laut dem Berufsverband der Augenärzte in Deutschland ist der Mangel an Tränen nur bei etwa 1 von 10 Betroffenen die alleinige Ursache. Bei 9 von 10 Patienten mit trockenem Auge ist der Grund das zu schnelle Verdunsten der Tränen oder es liegt eine Mischform aus beiden Störungen vor.

Patienten mit trockenem Auge leiden unter geröteten, brennenden Augen, Lichtempfindlichkeit und haben das Gefühl, dass sich feiner Sand im Auge befindet. Hornhaut und Bindehaut sind entzündet und es drohen Folgeschäden an der Hornhautoberfläche bis hin zu Nervenschmerzen.

Auslöser oft moderne Lebensgewohnheiten
Laut Experten blinzeln Menschen weniger, wenn sich der Blick auf Computer, Tablet oder Mobiltelefon richtet. Dadurch wird der Tränenfilm nicht mehr regelmäßig auf dem Auge verteilt und reißt ab. Klimaanlagen, ungesunde Ernährung oder Rauchen begünstigen ebenfalls ein trockenes Auge.

Abhilfe für Betroffene schaffen künstliche Tränen (Tränenersatzmittel), die als Tropfen, Gel oder Spray den Tränenfilm stabilisieren, sowie Medikamente gegen die Entzündung. Richtiges Verhalten im Alltag ist laut Augenärzten ein wichtiger Ansatzpunkt zur Vorbeugung der Erkrankung. Sie empfehlen Spaziergänge im Freien, ausreichendes Trinken und bewusstes, regelmäßiges Blinzeln bei Bildschirmarbeit.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)

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Falsche Selbstwahrnehmung

Australische und polnische Forscher fanden heraus: Wütende Menschen halten sich häufig für schlauer, als sie es tatsächlich sind. Dabei spielten charakterbedingte Wut und Selbstverliebtheit eine Rolle.

Selbsteinschätzung der Intelligenz oft unrealistisch
Die Universität Warschau und die Universität Perth untersuchten, wie charakterbedingte Wut und Wahrnehmung der eigenen Intelligenz zusammenhängen. Charakterbedingte Wut beschreibt Wutanfälle von Menschen, die schnell gereizt sind und aufgrund ihrer Veranlagung zu Wutausbrüchen neigen. Teilnehmer der Studie waren Bachelorstudierende aus Warschau. Im ersten Teil beantworteten die Probanden Fragen zur Einschätzung ihres Charakters in Bezug auf charakterbedingte Wut, mentale Stabilität und Selbstverliebtheit (Narzissmus). Im zweiten Teil bewerteten die Studenten ihre Intelligenz selbst auf einer 25-Punkte-Skala und absolvierten danach einen objektiven Intelligenztest.

„Wut kann in manchen Fällen die Konsequenz von verminderter emotionaler Stabilität, also beispielsweise von Ängsten, sein,“ berichtet der Co-Autor der Studie Prof. Gilles Gignac. Er ergänzt: „In manchen Fällen ist es aber nicht Angst, die Frustration, Boshaftigkeit oder Wutausbrüche schürt. Hier scheint der Grund Narzissmus zu sein. Entsprechend bewerten die Narzissten auf Nachfrage ihre Intelligenz besonders hoch.“

Wut entwickelt sich langsam
Laut Gignac ist die Hauptpersönlichkeitsstörung des Narzissten eine übertriebene positive Selbstwahrnehmung. Die Verbindung zwischen Narzissten und Intelligenzüberschätzung sei daher nicht überraschend. Doch Gignac betont, dass auch charakterbedingte Wut von Bedeutung ist: „Es wird vermutet, dass sich bei vielen […] Narzissten dieses Wutgefühl mit der Zeit entwickelt, wenn ihnen langsam bewusst wird, dass es einen Unterschied zwischen der eigenen Wahrnehmung ihrer eingebildeten Großartigkeit und ihren tatsächlichen Leistungen und Errungenschaften gibt.“

Quelle: Verein Institut Ranke-Heinemann - Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund

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Falsche Selbstwahrnehmung

Aspirin gegen Herzinfarkt

Die konsequente Aspirineinnahme reduziert deutlich das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Doch je länger die Behandlung dauert, umso häufiger brechen Patienten die Therapie ab.

Therapietreue sinkt im Laufe der Jahre
Aspirin wird häufig als Schmerzmittel angewendet. Außerdem verordnen Ärzte Aspirin in niedriger Dosierung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Der in Aspirin enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure, auch als ASS bezeichnet, fördert die Durchblutung und reduziert die Gefahr einer Thrombose.

Forscher aus Deutschland und den USA untersuchten die Therapietreue, also die Zuverlässigkeit, mit der Patienten ASS zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall einnahmen. Dazu wertete der Epidemiologe Pareen Vora mit seinem Team 79 wissenschaftliche Studien aus. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten, erreichten eine Therapietreue von 69 bis 88 Prozent. Bei Patienten ohne eine solche vorausgehende Erkrankung lag die Therapietreue bei 73 bis 86 Prozent. Etwa 10 Prozent der Therapieabbrüche ereignete sich im ersten Jahr der Behandlung, weitere 20 bis 35 Prozent im zweiten Jahr. Im dritten bis fünften Jahr wurden die meisten Behandlungen abgebrochen: In diesem Zeitraum lagen bis zu zwei Drittel der Therapieabbrüche.

Konsequente Aspirineinnahme reduziert Herzinfarktrisiko
In 22 der analysierten Studien verglichen Wissenschaftler das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko von therapietreuen mit dem von nicht therapietreuen Patienten. 21 der Studien ergaben, dass bei zuverlässiger Einnahme zumindest das Risiko für eine der beiden Erkrankungen deutlich sinkt. In einer weiteren Studie wurden Männer untersucht, die noch keinen Herzinfarkt hatten und vorbeugend ASS einnahmen. Bei therapietreuen Patienten war das Risiko eines Herzinfarktes nur halb so groß wie bei Patienten, die ihre Therapie abgebrochen hatten.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

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Aspirin gegen Herzinfarkt

Aspirin gegen Herzinfarkt

Die konsequente Aspirineinnahme reduziert deutlich das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Doch je länger die Behandlung dauert, umso häufiger brechen Patienten die Therapie ab.

Therapietreue sinkt im Laufe der Jahre
Aspirin wird häufig als Schmerzmittel angewendet. Außerdem verordnen Ärzte Aspirin in niedriger Dosierung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Der in Aspirin enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure, auch als ASS bezeichnet, fördert die Durchblutung und reduziert die Gefahr einer Thrombose.

Forscher aus Deutschland und den USA untersuchten die Therapietreue, also die Zuverlässigkeit, mit der Patienten ASS zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall einnahmen. Dazu wertete der Epidemiologe Pareen Vora mit seinem Team 79 wissenschaftliche Studien aus. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten, erreichten eine Therapietreue von 69 bis 88 Prozent. Bei Patienten ohne eine solche vorausgehende Erkrankung lag die Therapietreue bei 73 bis 86 Prozent. Etwa 10 Prozent der Therapieabbrüche ereignete sich im ersten Jahr der Behandlung, weitere 20 bis 35 Prozent im zweiten Jahr. Im dritten bis fünften Jahr wurden die meisten Behandlungen abgebrochen: In diesem Zeitraum lagen bis zu zwei Drittel der Therapieabbrüche.

Konsequente Aspirineinnahme reduziert Herzinfarktrisiko
In 22 der analysierten Studien verglichen Wissenschaftler das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko von therapietreuen mit dem von nicht therapietreuen Patienten. 21 der Studien ergaben, dass bei zuverlässiger Einnahme zumindest das Risiko für eine der beiden Erkrankungen deutlich sinkt. In einer weiteren Studie wurden Männer untersucht, die noch keinen Herzinfarkt hatten und vorbeugend ASS einnahmen. Bei therapietreuen Patienten war das Risiko eines Herzinfarktes nur halb so groß wie bei Patienten, die ihre Therapie abgebrochen hatten.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

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Aspirin gegen Herzinfarkt

Aspirin gegen Herzinfarkt

Die konsequente Aspirineinnahme reduziert deutlich das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Doch je länger die Behandlung dauert, umso häufiger brechen Patienten die Therapie ab.

Therapietreue sinkt im Laufe der Jahre
Aspirin wird häufig als Schmerzmittel angewendet. Außerdem verordnen Ärzte Aspirin in niedriger Dosierung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Der in Aspirin enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure, auch als ASS bezeichnet, fördert die Durchblutung und reduziert die Gefahr einer Thrombose.

Forscher aus Deutschland und den USA untersuchten die Therapietreue, also die Zuverlässigkeit, mit der Patienten ASS zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall einnahmen. Dazu wertete der Epidemiologe Pareen Vora mit seinem Team 79 wissenschaftliche Studien aus. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten, erreichten eine Therapietreue von 69 bis 88 Prozent. Bei Patienten ohne eine solche vorausgehende Erkrankung lag die Therapietreue bei 73 bis 86 Prozent. Etwa 10 Prozent der Therapieabbrüche ereignete sich im ersten Jahr der Behandlung, weitere 20 bis 35 Prozent im zweiten Jahr. Im dritten bis fünften Jahr wurden die meisten Behandlungen abgebrochen: In diesem Zeitraum lagen bis zu zwei Drittel der Therapieabbrüche.

Konsequente Aspirineinnahme reduziert Herzinfarktrisiko
In 22 der analysierten Studien verglichen Wissenschaftler das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko von therapietreuen mit dem von nicht therapietreuen Patienten. 21 der Studien ergaben, dass bei zuverlässiger Einnahme zumindest das Risiko für eine der beiden Erkrankungen deutlich sinkt. In einer weiteren Studie wurden Männer untersucht, die noch keinen Herzinfarkt hatten und vorbeugend ASS einnahmen. Bei therapietreuen Patienten war das Risiko eines Herzinfarktes nur halb so groß wie bei Patienten, die ihre Therapie abgebrochen hatten.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

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Eingeschlafene Hand

Eine über Nacht eingeschlafene Hand deutet auf ein Karpaltunnelsyndrom hin, also einen eingeengten Nerv im Handgelenk. Welche Maßnahmen die Beschwerden lindern.

Nächtliche Taubheitsgefühle und Gefühlsstörungen kommen häufig durch ein Abknicken des Handgelenks im Schlaf zustande, wodurch das Versorgungsgebiet des Medianus-Nervs beeinträchtigt wird. Mediziner sprechen dann von einem Karpaltunnelsyndrom. „Die Beschwerden bessern sich meist, wenn die Hand ausgeschüttelt wird oder Pumpbewegungen durchgeführt werden,“ weiß Prof. Gereon Nelles vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Sitz in Krefeld.

Bei Fortschreiten drohen Schmerzen
Im weiteren Erkrankungsverlauf treten die Beschwerden zunehmend auch tagsüber auf, wobei sie meist durch eine manuelle Tätigkeit begünstigt werden. „Das Einschlafen der Hand kann teilweise schmerzhaft werden und sich bis in die Schulter zeigen. Typischerweise tritt im fortgeschrittenen Stadium auch ein Pelzigkeitsgefühl vorwiegend am Daumen, dem Zeige- und dem Mittelfinger auf“, ergänzt Prof. Nelles. Viele Patienten haben oft über Jahre nur sehr geringe Beschwerden. Vereinzelt werden auch symptomfreie Intervalle beschrieben.

Nächtliche zu tragende Unterarmschiene kann helfen
Die Experten des BVDN raten: Betroffene sollten das Phänomen von einem Neurologen abklären lassen, wenn es wiederholt auftritt, da insbesondere im Anfangsstadium eine nicht-operative Behandlung gute Erfolgsaussichten hat. „Betroffene können eine Zeit lang nachts eine Unterarmschiene anlegen, die ein Abknicken des Handgelenks verhindert. Ergänzend können Physiotherapie und alternative Methoden wie Taping mit elastischen Klebestreifen hilfreich sein sowie die kurzfristige Anwendung eines Glukokortikoids“, berichtet der Neurologe. „Bei anhaltenden Beschwerden und Ausfallerscheinungen der Finger kann eine Operation notwendig werden.“

Quelle: www.neurologen-im-netz.org

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Im Alter den Durchblick behalten

Manche bemerken schon mit 40 Jahren, dass das Lesen schwierig wird, bei anderen geht es erst ein paar Jahre später los. Die Alterssichtigkeit trifft früher oder später fast jeden. Warum spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Augenarzt aufzusuchen.

Elastizität der Augenlinse geht verloren
Kleine Schrift lässt sich plötzlich nicht mehr entziffern. Erst wenn man den Text etwas weiter von den Augen entfernt hält, erscheinen die Buchstaben klarer. Der Grund für diese Probleme ist eine einsetzende Alterssichtigkeit, bedingt durch die normale Alterung des Auges. In der Jugend ist die Linse des Auges weich und elastisch, sodass das Auge sich an unterschiedliche Sehentfernungen anpassen kann. Beim Blick in die Ferne ist sie flach, beim Blick auf ein Objekt in unmittelbarer Nähe wölbt sie sich stärker. Diese Fähigkeit, Augenärzte sprechen von der Akkommodation, geht nach und nach verloren. Die Linse wird immer steifer und die für die Nahsicht notwendige Anpassung funktioniert nicht mehr.

Drogeriemarktbrille nur vorübergehend geeignet
Viele Menschen behelfen sich zunächst mit einer einfachen Lesehilfe, die es im Super- oder Drogeriemarkt zu kaufen gibt. Der Augenarzt Christian Theinert vom Pressereferat des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) erklärt, dass diese Lesehilfen in der Regel allenfalls für eine kurze Lesedauer und vorübergehend geeignet sind: „Auf Dauer ist eine fachgerecht angepasste Lesebrille besser geeignet, die die individuellen Besonderheiten wie beispielsweise eine Verkrümmung der Hornhaut (Astigmatismus) oder den Pupillenabstand berücksichtigt.“

Früherkennung des Grünen Stars
Wenn die Alterssichtigkeit (Presbyopie) einsetzt, ist es sinnvoll, zunächst eine Augenarztpraxis aufzusuchen. Denn bei einer fachärztlichen Untersuchung lässt sich abklären, ob die Augen abgesehen von der Alterssichtigkeit gesund sind. Einige Augenerkrankungen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf, beispielsweise das Glaukom (Grüner Star), bei dem ganz allmählich der Sehnerv abstirbt. Diese Krankheit verläuft lange ohne Beschwerden und verursacht keine Schmerzen. Um auf einen Grünen Star aufmerksam zu werden, empfehlen Augenärzte ab dem Alter von 40 Jahren eine Früherkennungsuntersuchung. So lässt sich die Erkrankung behandeln, bevor das Sehvermögen bedroht ist.

Quelle: BVA

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Im Alter den Durchblick behalten

Lieber Kunde, liebe Kundin,

wir haben für Sie zum Thema Valsartan die wichtigsten Fakten zusammengestellt. Sollten Sie noch weitere Fragen haben,  wir Ihnen natürlich gerne wie gewohnt zur Verfügung.

Warum? Was ist passiert?
Seit dem 5. Juli werden von die Apotheken Arzneimittel überprüft, deren Herstellen mitteilen, dass Teile der Produktion der Medikamente, die den blutdrucksenkenden Wirkstoff Valsartan enthalten, verunreinigt sind. Die Verunreinigung erfolgte mit dem evtentuell kreberregenden Stoff N-Nitrosodimethylamin (NDMA).

Wieso konnte das passieren?
Die betroffenen Hersteller beziehen den Wirkstoff bei einem Lieferanten aus China. Seit einer Umstellung der Produktion im Jahr 2012 scheint diese Verunreinigung vorzuliegen.

Warum wurde die Verunreinigung erst jetzt entdeckt?
Arzneimittel werden permanent auf mögliche Verunreinigungen geprüft. Allerdings kann nicht auf alle, sondern nur auf bekannte Subtanzen geprüft werden. Da die jetzige Verunreinigung  nicht zu erwarten gewesen war, wurde auch nicht standardmäßig auf diese getestet.

Was ist die Verunreinigung ?
N-Nitrosodimethylamin (NDMA) zählt zu den Nitrosaminen und kann möglicherweise Krebs erzeugen. Im Tierver- such an Nagetieren wurde eine krebserregende Wirkung auf Leber, Niere, Lunge und Blutgefäße festgestellt. Daten zur Wirkung am Menschen gibt es nicht. Die Substanz kann auch in gepökeltem Fleisch sowie in alkoholischen Getränken vorkommen.


Welche Hersteller sind betroffen?

Bislang haben mehr als ein Dutzend Hersteller ihre Valsartan-haltigen Arzneimittel zurückgerufen. Betroffen sind sowohl Monopräparate, als auch die Kombination mit Hydrochlorothiazid. Zum Teil sind nur einzelne Stärken und Chargen betroffen.
• AAA Pharma
• Basics comp. – NICHT jedoch die Valsartan Basics Produkte
• Dexcel
• Heumann
• Hexal/1A Pharma
• Puren/Actavis
• Ratiopharm/AbZ/CT
• Stada/Aliud
• Zentiva


Welche Hersteller sind nicht betroffen?
• Novartis
• TAD
• Macleods
• Mylan dura
• Aurobindo

Kein Umtausch möglich?
Sie können Ihr Arzneimittel gerne zur Entsorgung abgeben, austauschen dürfen wir das Medikament aber nicht.

Gibt es Alternatien?
Ärzte können Arzneimittel, die nicht vom Rückruf betroffen sind verordnen. Alternativ kann der Arzt auch auf einen anderen Wirkstoff umstellen.

Gibt es ein gesundheitliche Risiko?
Bitte Setzten Sie das Arzneimittel nicht eigenmächtig ab. In jedem Fall soll Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist darauf hin, dass durch Absetzen des Arzneimitteö das Gesundheitsrisiko höher ist, als wenn das zurückgerufene Arzneimittel eingenommen wird, da aktuell auch noch nicht bekannt ist, wieviel Verunreinigung im Arzneimittel enthalten ist.

 

Das Team Ihrer Apotheke-Platt

Noch Fragen - fragen Sie uns!

19.09.2018
Impfung Weniger Todesfälle bei Hirnhautentzündung
Impfungen gegen Lungen- und Hirnhautentzündung zeigen Wirkung: Die Todesfälle sind weltweit zurückgegangen
istock/pyotr021
1,3 Millionen Kinder konnten allein durch Impfungen gegen Lungen- und Hirnhautentzündung zwischen 2000 und 2015 weltweit gerettet werden. Vor allem die Impfprogramme in ärmeren Ländern haben die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle drastisch reduziert. (Quelle: The Lancet Global Health, 2018)

18.09.2018
Übergewicht Wie der Herr, so der Hund
Was die Essensvorlieben von übergewichtigen Hunden angeht, so sind diese dem Menschen nicht ganz unähnlich
istock/shuttermon
Übergewichtige Hunde legen ein ähnliches Verhalten an den Tag wie manche beleibte Menschen. Das zeigte eine ungarische Studie. So bevorzugen die stämmigen Vierbeiner, wenn man sie wählen lässt, den Napf mit fettem statt mit gesundem Futter — unabhängig von der Rasse. Möglicherweise könnten ­Hunde künftig als Modell für die Adipositas-Forschung eingesetzt werden, sagen die Wissenschaftler. Denn die Tiere lebten in enger Gemeinschaft mit den Menschen und seien denselben Umweltfaktoren ausgesetzt.

17.09.2018
Gedächtnis Ganz locker bleiben!
Wer gelassen in den Tag startet, kann vermutlich besser Arbeiten. So das Ergebnis amerikanischer Forscher
istock/martin-dm
Wer morgens aufsteht und schon damit rechnet, dass es ein stressiger Tag wird, tut sich nichts Gutes. Es schadet der Gedächtnisleistung, ­haben Forscher aus Pennsylvania (USA) herausgefunden. An dem fraglichen Tag war das Gedächtnis der Testpersonen weniger leistungsstark – selbst wenn es dann doch nicht so stressig zuging wie erwartet. Betroffen war der Teil des Gedächtnisses, den wir brauchen, um Gelesenes zu verstehen. Also: Starten Sie besser gelassen in den Tag!

Impressionen