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Insulinpumpen bei Typ-1-Diabetikern

Mehr als jeder 2. junge Patient mit Typ-1-Diabetes nutzt zur Einstellung des Blutzuckerwertes mittlerweile eine Insulinpumpe. Aus den verbesserten Blutwerten sowie dem Gewinn an Sicherheit und Lebensqualität ziehen Betroffene und deren Angehörige weitreichende Vorteile.

Bessere und stabilere Blutzuckerwerte mit Insulinpumpe
Für Menschen mit Typ-1-Diabetes stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, den erhöhten Blutzuckerspiegel mit einer Insulingabe auszugleichen: Neben einer Injektionstherapie mit Spritze oder Pen nutzen immer mehr Diabetespatienten eine Insulinpumpe. Dieses Gerät gibt mit Hilfe einer programmierten Pumpe über eine unter der Haut liegende Nadel regelmäßig Insulin an den Körper ab. Über die Hälfte aller Typ-1-Diabetiker unter 20 Jahren und mehr als 90 Prozent der Kinder unter 6 Jahren nutzen in Deutschland bereits Insulinpumpen. Prof. Dirk Müller-Wieland, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), erläutert die Vorteile des Systems: „Nach aktuellem […] Kenntnisstand sind Insulinpumpen bei Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten derzeit die sicherste Methode, den Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c niedrig zu halten sowie Unterzuckerungen oder einen akuten Insulinmangel – eine lebensgefährliche Komplikation – zu verhindern.“

Eine aktuelle Studie in mehreren europäischen Ländern von 30500 Patienten mit Typ-1-Diabetes über 5 Jahre hinweg bestätigt die Vorteile von Insulinpumpen im Vergleich mit einer herkömmlichen Injektionstherapie.

Insulinpumpen geben Eltern Sicherheit
Auch auf die Eltern von kleinen Diabetespatienten wirkt sich der Einsatz von Insulinpumpen bei Kindern positiv aus. Neu, Oberarzt in der Diabetes-Ambulanz am Universitätsklinikum Tübingen, erklärt: „Die Lebensqualität der Betroffenen steigt erheblich, da Eltern bei der regelmäßigen Blutzuckerkontrolle und Insulinversorgung entlastet werden und deutlich mehr Sicherheit im Alltag haben. Unregelmäßige Bewegung und Nahrungsaufnahme sowie Wachstumsschübe […] wirken sich erheblich auf den Zuckerstoffwechsel aus. Dies bedarf häufig schneller Insulinanpassungen, um schweren Nebenwirkungen vorzubeugen.“ Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Insulinpumpentherapie ist laut Experten die intensive Schulung des Patienten und der Eltern.

Quelle: DDG

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Insulinpumpen bei Typ-1-Diabetikern

Früher Pubertätsbeginn bei Kindern

Eine mögliche Ursache, dass Kinder immer früher in die Pubertät kommen, wiesen amerikanische Forscher nach: Sie stellten einen Zusammenhang zwischen Wirkstoffen aus Körperpflegeprodukten der schwangeren Mütter und einer früheren Geschlechtsreife fest.

Konservierungsmittel mit Nebenwirkungen
In einer Langzeitstudie untersuchten Wissenschaftler von der Universität Berkeley, ob Inhaltsstoffe aus Kosmetika eine Wirkung auf den zeitlichen Beginn der Geschlechtsreife von Kindern haben, wenn deren schwangere Mütter sie verwenden. Die untersuchten Substanzen gehörten zur Gruppe der Phenole und Parabene, die in Kosmetikprodukten das Keimwachstum verhindern sowie als Konservierungsmittel dienen. Zusammen mit den Phthalaten, die Duftstoffe in Kosmetika fixieren, stehen alle drei Substanzgruppen in Verdacht, in das Hormonsystem einzugreifen, insbesondere in das von Mädchen.

Die Studie begann im Jahr 1999 und die Forscher nahmen von den schwangeren Müttern sowie später von deren Kindern im Alter von 9 Jahren Urinproben. In den folgenden 4 Jahren bis zum Alter von 13 Jahren stellten die Mediziner den Beginn der Pubertät mittels eines Standardtests fest.

Verfrüht einsetzende Pubertät nachteilig
Enthielten die mütterlichen Proben besonders viel Phthalat, begann die Schamhaarentwicklung der Töchter etwa ein halbes Jahr früher. Hohe Konzentrationen des zu den Phenolen zählenden Triclosans hatte zur Folge, dass die erste Menstruation (Menarche) knapp 5 Monate früher einsetzte. Große Mengen an Parabenen im Urin der Töchter ging mit einer früheren Entwicklung der Brustdrüsen, der Schambehaarung und einer früher einsetzenden Menarche einher. Bei Jungen zeigte sich nur ein Zusammenhang zwischen Parabenen und einer früheren Reifung der Geschlechtsorgane.

Die Erstautorin der Studie Kim Harley erklärt, dass die Studienergebnisse wichtig seien, da die Pubertät bei Mädchen seit einigen Jahrzehnten immer früher beginnt. Harley betont, dass ein früheres Einsetzen der Pubertät bei Mädchen nicht nur die Anfälligkeit für psychische Probleme erhöhe, sondern auch das langfristige Risiko für Brust- und Eierstockkrebs.

Quelle: Ärztezeitung

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Früher Pubertätsbeginn bei Kindern

Malen als Gedächtnisstütze

Wortlisten merken, schwierige Definitionen begreifen – mit Stift und Zeichenpapier in der Hand kaum noch ein Problem. Das Aufmalen von Begriffen hilft dem Gedächtnis deutlich auf die Sprünge.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Wie schaffen wir es, uns besser an Wörter und schwierige Begriffe zu erinnern? Dieser Frage gingen kanadische Wissenschaftler der Universität Waterloo nach. Eine Liste mit Begriffen wie zum Beispiel Birne und Lkw behielten Versuchspersonen viel besser in Erinnerung, wenn sie diese aufzeichneten. Die Probanden merkten sich die Worte viel schlechter, wenn sie sie mehrfach aufschrieben, sich im Geist vorstellten oder entsprechende Abbildungen betrachteten. Auch Erklärungen für schwierige Begriffe wie beispielsweise Isotop prägten sich den Teilnehmern besser ein, wenn sie nicht nur abgeschrieben, sondern gemalt wurden.

Malen besonders hilfreich für Ältere und Demenzkranke
Ältere Personen schnitten schlechter ab als jüngere, wenn sie sich Wortlisten durch Aufschreiben merken sollten. Dieser Nachteil verschwand vollständig, wenn sie die Begriffe zeichneten. Auch Patienten mit Demenz profitierten von der Zeichenmethode, mit der sie sich eine Wortliste am besten einprägten.
Die Studienleiterin Myra Fernandes vermutet, dass aufgrund der Kombination aus motorischen und visuellen Anteilen das Zeichnen so gut als Erinnerungsstütze funktioniert. Zusätzlich verlangt das Malen ein intensives Auseinandersetzen mit dem Begriff oder der Definition.

Ohne Bedeutung für die Gedächtnisleistung waren die künstlerischen Fähigkeiten des Einzelnen; auch die Strichmännchen von Teilnehmern ohne Zeichenerfahrung halfen beim Erinnern.

Quelle: Spektrum

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Malen als Gedächtnisstütze

Malen als Gedächtnisstütze

Wortlisten merken, schwierige Definitionen begreifen – mit Stift und Zeichenpapier in der Hand kaum noch ein Problem. Das Aufmalen von Begriffen hilft dem Gedächtnis deutlich auf die Sprünge.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Wie schaffen wir es, uns besser an Wörter und schwierige Begriffe zu erinnern? Dieser Frage gingen kanadische Wissenschaftler der Universität Waterloo nach. Eine Liste mit Begriffen wie zum Beispiel Birne und Lkw behielten Versuchspersonen viel besser in Erinnerung, wenn sie diese aufzeichneten. Die Probanden merkten sich die Worte viel schlechter, wenn sie sie mehrfach aufschrieben, sich im Geist vorstellten oder entsprechende Abbildungen betrachteten. Auch Erklärungen für schwierige Begriffe wie beispielsweise Isotop prägten sich den Teilnehmern besser ein, wenn sie nicht nur abgeschrieben, sondern gemalt wurden.

Malen besonders hilfreich für Ältere und Demenzkranke
Ältere Personen schnitten schlechter ab als jüngere, wenn sie sich Wortlisten durch Aufschreiben merken sollten. Dieser Nachteil verschwand vollständig, wenn sie die Begriffe zeichneten. Auch Patienten mit Demenz profitierten von der Zeichenmethode, mit der sie sich eine Wortliste am besten einprägten.
Die Studienleiterin Myra Fernandes vermutet, dass aufgrund der Kombination aus motorischen und visuellen Anteilen das Zeichnen so gut als Erinnerungsstütze funktioniert. Zusätzlich verlangt das Malen ein intensives Auseinandersetzen mit dem Begriff oder der Definition.

Ohne Bedeutung für die Gedächtnisleistung waren die künstlerischen Fähigkeiten des Einzelnen; auch die Strichmännchen von Teilnehmern ohne Zeichenerfahrung halfen beim Erinnern.

Quelle: Spektrum

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Verdauung fängt im Kopf an

Bereits der Anblick und der Duft eines leckeren Essens geben dem Körper das Startsignal für die Produktion von Verdauungsenzymen und Speichel. Kölner Forscher untersuchten die Wege, über die Gehirn und Leber Kontakt miteinander aufnehmen.

Körper bereitet sich zeitig auf Nahrungsverwertung vor
Wann stellt sich der Körper auf die Verdauung von Nahrungsbestandteilen ein? Wenn die ersten Bissen im Mund sind oder schon vorher? Schon länger ist bekannt, dass während der so genannten Kopfphase – also beim Riechen, Sehen und Schmecken – alle Bereiche des vegetativen Nervensystems aktiviert werden: Die Herzfrequenz steigt, die Speichelproduktion im Mund kommt in Gang und der Magen gibt Enzyme zur Verdauung der Nahrung ab. Auf diese Weise ist die Verstoffwechslung der aufgenommenen Nahrung sichergestellt.

Auge & Nase senden Startsignal an Leber
Das Wissenschaftlerteam um Prof. Jens Claus Brüning vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung fand kürzlich heraus, dass nicht nur der Magen-Darm-Trakt, sondern auch die Leber durch den Geruch und den Anblick von Speisen über Nervenzellen (Neurone) im Gehirn aktiviert wird, Verdauungsenzyme freizusetzen.

Brüning und sein Team wiesen nach, dass während der Kopfphase noch weitere Prozesse der Nahrungsverwertung angekurbelt werden: Im Gehirnbereich des Hypothalamus, der wichtigsten Schaltzentrale des vegetativen Nervensystems, existieren Neurone, die ausschließlich durch Riechen und Sehen von Essen aktiviert werden und der Leber signalisieren, dass Verdauungsenzyme bereitgestellt werden müssen. Claus Brandt, Erstautor der Studie, fasst zusammen: „Der Körper reagiert nicht erst auf die Nahrung, wenn sie aufgenommen wurde, sondern bereits auf die sensorischen Signale, die mitteilen, dass sie bald ankommen wird. Somit kann er eine effiziente Verstoffwechselung des Essens gewährleisten.“

Quelle: Ärzteblatt

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Verdauung fängt im Kopf an

Ausdauertraining verjüngt Zellen

Dass sportliche Betätigung gesund für Herz und Kreislauf ist und auch im Alter fit hält, ist unstrittig. Welche Sportart wirkt sich am positivsten auf den Gewinn an Lebensjahren aus? Dieser Frage gingen Forscher aus Homburg und Leipzig nach.

Sport ist nicht gleich Sport
An der Untersuchung nahmen 124 gesunde, aber inaktive Erwachsene teil. Der Kardiologe Christian Werner von der Universität des Saarlandes und sein Team analysierten, wie sich unterschiedliche Arten intensiver sportlicher Betätigung auf verschiedene Messgrößen niederschlagen, die mit langem Leben verknüpft sind.

Die zelluläre Alterung spiegelt sich in der Länge der so genannten Telomere wieder. Bei Telomeren handelt es sich um Abschnitte der Erbsubstanz, die sich an den Enden der Chromosomen befinden und sich schützend um das Erbgut der Zelle legen, um diese vor dem Zelltod zu bewahren. Alternde Zellen besitzen somit kürzere Telomere als jüngere Zellen. Ein weiterer Alterungsmarker ist das Eiweiß Telomerase, das eine Verkürzung der Telomere verhindert.

Die Personen der Kontrollgruppe führten für die Dauer der Studie (6 Monate) ihren inaktiven Lebensstil weiter. Die zweite Gruppe nahm 3 Mal pro Woche an einem 45-minütigem Ausdauertraining teil. Die dritte Gruppe erhielt ein Intervalltraining mit einem Wechsel von 4 Minuten Anstrengung und 4 Minuten Erholungspause. Die vierte Gruppe durchlief 3 Mal wöchentlich ein Zirkeltraining an 8 verschiedenen Fitnessmaschinen mit je 20 Wiederholungen.

Wirkung bis auf Chromosomenebene
Alle Teilnehmer der Sportgruppen erzielten einen ähnlichen Trainingseffekt, was die erhöhte Laufgeschwindigkeit und die gesunkene Herzfrequenz im Vergleich zu den Kontrollpersonen zeigte.

Eine Veränderung der Altersmarker ließ sich nur bei den Gruppen mit Ausdauer- und Intervalltraining feststellen: Die Telomere waren verlängert und die Telomerase-Aktivität erhöht. Die Gruppe mit Krafttraining wies ähnlich wie die Kontrollgruppe kaum Veränderungen dieser Parameter auf. Für den Erstautor der Studie Werner bestätigt dieses Resultat die Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie, wonach Krafttraining nicht als Ersatz, sondern eher als Ergänzung von Ausdauertraining betrachtet werden sollte.

Ob ein halbes Jahr sportliches Training aber ausreicht, um langfristig die Zellen zu verjüngen und länger zu leben, ist laut Studienleiter Prof. Ulrich Laufs Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Quelle: Ärzteblatt

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Ausdauertraining verjüngt Zellen

Blutdruck: zu hoch oder noch normal?

Ist ein Absenken der Grenzwerte für eine Blutdruckbehandlung sinnvoll und sterben weniger Personen an Herzerkrankungen, wenn der Arzt früher mit der Behandlung beginnt? Diese Frage stellten sich Münchner Forscher.

Unterschiede bei amerikanischen und deutschen Grenzwerten
Wissenschaftler um Karl-Heinz Ladwig von der Technischen Universität München und dem Helmholtz Zentrum München überprüften, ob weniger Menschen an Herzerkrankungen sterben, wenn die Schwelle für eine Blutdruckbehandlung niedriger angesetzt wird. Anlass der Studie ist eine neu erlassene Richtlinie in den USA für Bluthochdruck. Laut amerikanischen Vorgaben beginnt eine Behandlung, wenn im so genannten Bluthochdruckstadium 1 Werte zwischen 130-139 mmHg/80-89 mmHg gemessen werden. Im Gegensatz dazu sieht die Europäische Gesellschaft für Kardiologie bei diesen Werten noch einen erhöhten normalen Blutdruck ohne Behandlungsbedarf.

Die Münchner Forscher werteten die Daten von rund 12.000 Patienten in Deutschland aus. „Wir haben untersucht, wie hoch innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren das Risiko für Menschen in den verschiedenen Blutdruckkategorien war, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu sterben und welche anderen Risikofaktoren jeweils vorlagen“, erläutert Seryan Atasoy, Epidemiologin und Erstautorin der Studie.

Niedrigere Grenzen schlecht für Psyche
Personen mit Werten aus dem Stadium 1 starben nicht häufiger an Herz-Kreislauferkrankungen als Menschen mit normalem Blutdruck. Zusätzlich brachte die Daten der behandelten Patienten mit gefährlichem Bluthochdruck zwei Erkenntnisse: Die Motivation, aufgrund einer Diagnose den Lebensstil umzustellen, ist sehr gering, da Rauchen und Bewegungsmangel in dieser Gruppe besonders ausgeprägt sind. Außerdem scheint sich eine Behandlung eher negativ auf die Psyche auszuwirken: Jeder Zweite in dieser Gruppe leidet unter depressive Verstimmungen, verglichen mit jedem Dritten Nicht-Behandelten.

„Wird man offiziell mit dem Etikett 'krank' versehen, wirkt sich das auf die psychische Gesundheit aus“, führt Ladwig aus. Das Herabsetzen der Behandlungsgrenze in den USA hat zur Folge, dass der Anteil an behandelten Bluthochdruckpatienten von 32 Prozent auf 46 Prozent steigen wird. Ladwig erläutert: „14 Prozent werden also zusätzlich psychischem Druck ausgeliefert, ohne dass für sie eine signifikant höhere Gefahr bestehen würde, eine tödliche Herz-Kreislauferkrankung zu entwickeln und ohne, dass eine Motivationswirkung […] zu erwarten wäre.“ Eine Übernahme der US-Leitlinien für Europa wäre daher aus Ladwigs Sicht nicht zu empfehlen.

Quelle: Ärzteblatt

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Schnarchen schadet Beziehung

Wie wohltuend ein erholsamer Nachtschlaf ist, merkt man erst, wenn er gestört ist – zum Beispiel durch einen schnarchenden Partner. Hinter den lauten Atemgeräuschen stecken aber manchmal auch ernste Erkrankungen.

Schlechter Schlaf neben einem Schnarcher
Eine aktuelle forsa-Umfrage unter 1012 Personen im Auftrag der Initiative Deutschland schläft gesund der Deutschen Stiftung Schlaf bringt es an den Tag: Ein schnarchender Partner stellt eine ernsthafte Belastung für die Beziehung dar. Drei Viertel der befragen Frauen und 6 von 10 Männern gaben bei der Befragung an, dass ihr Lebenspartner schnarcht. Die Konsequenz ist bei zwei Dritteln der Fälle eine gestörte Nachtruhe und bei fast jedem 8. Betroffenen führt das laute Schnarchen zu getrennten Schlafzimmern.

Die Partner von Schnarchern entwickeln unterschiedliche Strategien, mit denen sie den nächtlichen Lärm versuchen zu stoppen: Sie reichen vom Anstoßen des Schnarchers (45 Prozent) über Umdrehen im Bett (21 Prozent) und Aufwecken (11 Prozent) bis zur räumlichen Trennung in der Nacht.

Manchmal Hinweis auf schwerwiegende Ursache
Unter den Schnarchern weiß nur ein Bruchteil (5 Prozent), dass ein Gang zum Arzt durchaus ratsam sein kann. Nächtliche Atemaussetzer, die das Schnarchen manchmal begleiten, können ernsthafte körperliche Folgen haben: Diese meist unbemerkte Schlafapnoe wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischer Bronchitis und chronischem Husten sowie asthmatischen Beschwerden in Zusammenhang gebracht. Auch ein schlecht eingestellter Diabetes und Schlaganfälle scheinen laut Schlafforschern mit dem Schnarchen in Verbindung zu stehen.

Quelle: Ärzteblatt

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Vorsorgeleistung für Männer

Insbesondere für Männer höheren Alters besteht die Gefahr, dass sich im Bauchraum eine erweiterte Körperschlagader, ein so genanntes Aneurysma, bildet. Ein Riss des Gefäßes ist lebensbedrohlich. Experten raten, zeitig einen Termin für die kostenlose Vorsorgeuntersuchung zu machen.

Einmalige Leistung für Männer über 65 Jahren
Ein Bauch-Aortenaneurysma ist eine krankhafte Ausweitung der Hauptschlagader (Aorta), die bei Männern im höheren Alter 5-fach häufiger auftritt als bei Frauen. Überschreitet die Aussackung eine kritische Grenze, droht sie zu reißen und es kommt innerhalb von Sekunden zu lebensgefährlichen inneren Blutungen.

Wird eine erweiterte Bauchschlagader rechtzeitig erkannt, gibt es zwei Möglichkeiten: Der Arzt beobachtet die Veränderungen in nachfolgenden Untersuchungen oder er operiert, wenn das Risiko für einen Riss groß ist. „Genau das will das neue Screening leisten“, erklärt Prof. Thomas Schmitz-Rixen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin. Seit 2018 bieten die gesetzlichen Krankenkassen eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung einer erweiterten Bauchaorta an. Männer über 65 Jahren haben einen einmaligen Anspruch auf eine Ultraschalluntersuchung und die begleitende Beratung. Beides kann der Hausarzt vornehmen.

Nicht zögern: Vorsorgetermin machen
Wie Studien zeigen, verhindert die Früherkennung 3 Todesfälle bei 1000 untersuchten Männern. Bei fraglichen Fällen, die der Arzt weiter beobachtet, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für nachfolgende Ultraschallscreenings.

Männer, die rauchen, bereits länger unter Bluthochdruck leiden oder erhöhte Fettwerte im Blut aufweisen, gehören zu den Risikopatienten für ein Bauch-Aneurysma. Auch familiär gehäuft auftretende Aneurysmen und Herzkrankheiten erhöhen die Gefahr für eine erweiterte Bauchschlagader. „Wir raten diesen Risikopatienten, nicht zu lange abzuwarten und einen Screening-Termin zu vereinbaren“, betont Schmitz-Rixen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

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ADHS durch frühe Einschulung?

Sind Kinder in der Schule unruhig und konzentrieren sich schlecht, steht schnell die Diagnose ADHS im Raum. Amerikanische Forscher haben nun untersucht, ob solche Kinder schlicht zu früh eingeschult wurden.

Stichtag entscheidet über Alter bei Einschulung
In vielen Ländern regelt ein Stichtag, in welchem Alter Kinder eingeschult werden. Das hat zur Folge, dass der Altersunterschied zwischen den Schülern in vielen Grundschulklassen bis zu einem Jahr beträgt. Eine amerikanische Forschergruppe der Harvard Medical School hat nun eine interessante Beobachtung gemacht: Bei Kindern, die im August geboren wurden und deswegen noch sehr jung eingeschult wurden, wurde 34 Prozent häufiger eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert als bei solchen Kindern, die auf Grund ihres Geburtstags im September noch ein Jahr länger zuhause blieben. Untersucht wurden über 400 000 Grundschüler der Jahrgänge 2007 bis 2009. Die früh eingeschulten Kinder erhielten zudem 32 Prozent häufiger Medikamente wie Methylphenidat gegen die Erkrankung. Vor der Einschulung war die Anzahl der gestellten Diagnosen völlig unabhängig vom Geburtsmonat.

Mangelnde Schulreife statt ADHS
Die deutlichen Ergebnisse der Studie legen nah, dass die Diagnose ADHS oft gestellt wird, weil Kinder zu früh eingeschult werden. Denn auch fehlende Schulreife ist oft ein Grund, warum Kinder nicht still sitzen können und nur wenig Interesse am Unterricht haben. Häufig sind es dann die Lehrer, die Eltern auf Verhaltensauffälligkeiten aufmerksam machen und so den Gang zum Arzt einleiten. Andere Studien zeigen ganz ähnliche Phänomene: So haben Kinder, die nach dem Stichtag geboren sind, also später eingeschult werden, häufig bessere Noten als ihre jüngeren Mitschüler.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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14.12.2018
Straßenverkehr Radfahren trotz dicker Luft?
Ist es eigentlich gesund, zwischen Autos zu radeln? Forscher haben eine Antwort
iStock / Jmichi
In der Stadt zur Arbeit radeln? Viele scheuen sich davor wegen der oft hohen Stickstoffdioxid-Belastung. Aus gutem Grund: Sie kann kurzfristig das Risiko für einen Herzinfarkt in die Höhe treiben. In einer aktuellen Studie stellten Forscher jetzt fest: Das Herzinfarkt-Risiko reduzierte sich bei Teilnehmern leicht, wenn sie etwa vier Stunden pro Woche radelten. Wer die Wahl hat, sollte natürlich in sauberer Luft Sport treiben.

13.12.2018
Nachtruhe Schlaflos im Traum
Manche Menschen träumen nur, sie würden schlecht schlafen
iStock/Geber86
Stundenlang hin und her gewälzt und kein Auge ­zugetan? Vielleicht haben Sie Ihre Schlaflosigkeit nur geträumt. In einem Experiment der Universität Freiburg traf das auf jeden sechsten schlechten Schläfer zu. Die Vermutung: Wer sich sorgt, am nächsten Tag nicht ausgeschlafen zu sein, nimmt diese Ängste in den Traum mit.

12.12.2018
Ernährung Kinder trinken zu viel Süßes
Vor allem Jungs nehmen viele zuckerhaltige Getränke zu sich
istock/Yelena Yemchuck
Rund einen halben Liter zuckerhaltige Getränke trinken Kinder täglich. Das ergab eine Befragung im Rahmen der KiGGS-Studie. Ältere Kinder nehmen mehr süße Getränke als jüngere zu sich und Jungs mehr als Mädchen. Zuckerhaltige Getränke sind Kalorienbomben und ein Risikofaktor für Übergewicht und Adipositas.

Impressionen